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Aldi bietet Fernbus-Reisen  Neue Billig-Buslinie am Start

Für 9,90 Euro von Frankfurt nach Mannheim. Der Lebensmitteldiscounter Aldi mischt in Zusammenarbeit mit einem Bonner Busunternehmen künftig im Fernverkehr mit. Die Fahrten starten ab dem 19. April, der Ticketverkauf hat jetzt begonnen.

Das Innere eines Buses des Münchner Busunternehmen «FlixBus».

Fast wie im Flugzeug: die neuen Sitze in einem Fernbus von "Flixbus" aus München

Insgesamt hat der Kooperationspartner von Aldi 60 Busse am Start. Je nach Strecke fährt der Bus morgens hin und abends zurück. Die Route Berlin-Hamburg wird allerdings zwölf Mal täglich angeboten für 24,90 Euro pro Strecke.

Auf der Website von Aldi Nord finden sich diverse Angebote, die man direkt online buchen kann. Von Köln-Bonn aus werden auf der Route nach München die Städte Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart angefahren. Von Frankfurt geht es auch nach Dresden.

Für die günstigen Preise muss man andere Nachteile in Kauf nehmen: Die Busse fahren viel seltener als die Bahn. Die Bahn bietet auf vielen dieser Strecken meist mindestens eine Verbindung pro Stunde an. Und natürlich dauert die Fahrt mit dem Bus auch deutlich länger als mit dem Zug. So braucht der Bus von Köln nach Karlsruhe mehr als vier Stunden, der ICE knapp die Hälfte der Zeit. Ohne Bahncard ist man aber 89 Euro los, im Aldi-Bus nur 29,90 Euro. Und der Sitzplatz ist garantiert.

Bleiben die Preise dauerhaft so günstig?

Mit günstigen Eröffnungsangeboten sollen die Leute gelockt werden, den Bus einmal auszuprobieren. Diese Angebote werden vor allem für Privatreisende interessant sein, die zeitlich flexibel sind und beispielsweise Urlaub machen oder die Familie besuchen wollen. Die Busse sind wohl nichts für Geschäftsleute.

Der Schienenverkehr ist nicht die direkte Konkurrenz, mit der sich der Aldi-Bus messen muss. Die Konkurrenz sind Mitfahrzentralen und die anderen Fernbus-Unternehmen, die seit Januar aktiv sind. Bei "Mein Fernbus" oder "BerLinienBus" sind die Preise auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie bei Aldi. Zahlreiche Anbieter wollen in nächster Zeit einsteigen, so etwa die Deutsche Post AG.

Infos zum Fernreise-Markt

Erst seit Anfang diesen Jahres dürfen Fernbusse deutsche Städte miteinander verbinden. Vorher war der Markt weitgehend beschränkt, auch um die Bahn im für sie lukrativen Fernverkehr vor privater Konkurrenz zu schützen. Lediglich im Verkehr von und nach Berlin gab es Ausnahmen und Fernbuslinien, betrieben unter anderem von einer Tochter der Deutsch Bahn AG, der BerLinienBus. Nach der Öffnung des Fernbusverkehres kommt der Markt in Deutschland nun langsam in Schwung - die Konkurrenz wird härter.

Online-Redaktion: Lutz Heyser und Peter Mühlfeit

Quelle: SWRinfo

Letzte Änderung am: 04.04.2013, 13.24 Uhr

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