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Amazon führt "Dash Buttons" ein Nachbestellen auf Knopfdruck

Kunden des Online-Händlers Amazon können ihre Artikel jetzt auch über Bestellknöpfe ordern, die sogenannten Dash Buttons. Die führt Amazon jetzt auch in Deutschland ein.

Amazon will seine Bestellungen noch reibungsloser machen und dringt dafür noch tiefer in den Alltag seiner Kunden in Deutschland ein. Ein Idee dafür: Knöpfe zum Nachbestellen einzelner Artikel, die sogenannten Dash Buttons.

Pro Artikel ein extra Bestellknopf

Dash Button von Amazon auf einer Waschmaschine

Der Bestellknopf für Waschmittel klebt natürlich auf der Waschmaschine

Die kleinen Geräte sehen aus wie eine Mischung aus Kühlschrankmagnet und Türklingel mit Marken-Aufkleber. Sie werden an einen passenden Ort in der Wohnung angeklebt, zum Beispiel an die Waschmaschine. Wenn das Waschpulver zur Neige geht, kann der Kunde die neue Bestellung einfach per Knopfdruck auslösen.

Für die Nachbestellung gilt: Für jedes Produkt braucht es einen eigenen Bestellknopf, der an die passende Stelle geklebt wird. Die Knöpfe sind mit dem WLAN verbunden. Bei einer Bestellung erhält der Nutzer eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone. Ein Button kostet 4,99 Euro, die Ausgabe soll dem Kunden beim ersten Einkauf gutgeschrieben werden. Zum Deutschland-Start hat Amazon Dash-Einkaufsknöpfe für 35 Marken in sein Angebot aufgenommen. Bisher können in Deutschland nur Prime-Kunden per Knopf bestellen.

Verbraucherschützer sehen Dash Buttons kritisch

Frau hält Dash Button von Amazon in der Hand

Amazon hat Einkaufsknöpfe für 35 Marken in sein Angebot aufgenommen

Für den Online-Händler bedeuten die einzelnen Bestellungen nicht nur mehr Umsatz, sondern auch mehr einzelne Produktlieferungen. Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht konkret zur Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells wegen der Lieferkosten geäußert.

Verbraucherschützer sehen die Bestellbuttons kritisch. Zum einen ist die Datensicherheit bedroht, weil durch die vielen Knöpfe noch mehr Geräte im Netz hängen und dadurch angreifbar sind.

Außerdem warnen Verbraucherschützer davor, dass durch die Buttons wertvolle Kundendaten gesammelt und weitergegeben werden könnten. Aus den Daten lässt sich herauslesen, wie loyal sich Kunden gegenüber bestimmter Marken verhalten, in welchen Zyklen sie kaufen und welche Packungsgröße sie wählen. Diese Daten sind wiederum für die Hersteller viel wert und genauer als jede Kundenumfrage.

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