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Wer hat Essen zu verschenken?  Die Internetplattform "Foodsharing.de" ist online

Die neue Online-Plattform Foodsharing.de soll es jedem Internetnutzer ermöglichen, überschüssige Lebensmittel an Menschen aus der Umgebung zu verschenken. Die Initiatoren der Aktion, unter anderem der NABU und der Filmemacher Valentin Thurn, hoffen auf weniger Essensverschwendung.

Lebensmittel online

Wer vorm Urlaub zu viel eingekauft oder nach der Party unberührtes Essen übrig hat, der kann das auf www.foodsharing.de melden, um Menschen zu finden, die die überschüssigen Lebensmittel gerne nehmen würden. Foodsharing.de ist also eine Plattform für all diejenigen, die etwas verschenken wollen – etwa zwei Liter Milch oder 20 Brötchen. Der erste Interessent zieht ein Ticket, damit sind die Lebensmittel für ihn reserviert, und er kann sie abholen.

Geld soll damit keiner verdienen

Wichtigster Bestandteil der Plattform ist das Prinzip des Gebens und Nehmens. Nicht nur der Kühlschrank soll auf diese Art leerer werden, auch Obst oder Gemüse aus dem eigenen Garten, das vielleicht während der Urlaubszeit vergammeln würde, kann auf foodsharing.de angeboten werden. Die Plattform richtet sich aber nicht nur an Privatleute, sondern beispielsweise auch an Landwirte, die ihre krummen Kartoffeln andernfalls wegschmeißen müssten.

Wie funktioniert die Website auf den ersten Klick?

Das größere Ziel hinter der Aktion

Die Macher von foodsharing.de hoffen, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland mithilfe der neuen Website ein wenig eindämmen zu können. "Es geht nicht nur ums Weiterschenken. Auch sozial soll etwas Neues entstehen", erklärt der Mitbegründer Raphael Fellmer. So sollen neben der Gratisweitergabe von Milch und Kartoffeln auch gemeinsame Kochaktionen möglich sein. "Außerdem kooperieren wir mit Supermärkten, wo unsere Mitglieder aussortierte Ware abholen können", so Fellmer. Ein umsichtigerer Umgang mit Lebensmittel ist wünschenswert, denn derzeit wirft jeder Deutsche im Jahr rund 80 Kilo Essen in den Müll - 30 Prozent davon sind sogar noch originalverpackt.

Susanne Henn; Onlinefassung: Stephan Braig

Quelle: Odysso

Letzte Änderung am: 12.12.2012, 14.21 Uhr