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Spielehit 2011"Kennerspiel des Jahres" ist "7 Wonders"

Preis für Spielverliebte

Seit mehr als 30 Jahren wird das "Spiel des Jahres" ermittelt und mit dem roten Pöppel, dem lorbeerbekränzten Spielekegel, ausgezeichnet. Für treue Spielefans gab es jetzt eine neue Auszeichnung, das "Kennerspiel des Jahres".

Dieser neue Preis soll jenen Menschen Orientierungshilfe bieten, die schon längere Zeit spielen, Erfahrungen beim Erlernen von Spielen mitbringen und nach neuen Herausforderungen suchen. Auch hier waren drei Spiele nominiert, die wir kurz vorstellen:

Kennerspiel des Jahres 2011


"Kennerspiel des Jahres" wurde: "7 Wonders"

In diesem Kartenspiel leiten die Spieler die Regierungsgeschäfte einer der sieben großen Städte der antiken Welt. Im Laufe von drei Epochen (den Spielrunden) müssen Handelsbeziehungen ausgebaut, das Militär aufgestockt, die Ressourcen erhöht werden – und ein Weltwunder errichtet werden. Es gibt also eine Menge zu tun – und die Spieler müssen sich immer wieder für das Wichtigste entscheiden.

Es gilt die Ressourcen der Nachbarstädte geschickt zu nutzen und die militärische Stärke des Gegners im Zaum zu halten. Und in die Wissenschaft sollte auch noch ein bisschen investiert werden …

Mit der innovativen Ressourcennutzung und einem neuartigen Kartenschieb-Mechanismus, ist "7 Wonders" eines der wenigen Spiele, die sowohl mit drei als auch mit bis zu sieben (!) Personen Spaß machen – und das immer wieder gerne hervorgeholt wird. Trotz der kurzen Spielzeit von nur etwa 40 Minuten ist das Erlebnis so groß, dass einer nächsten Partie nicht im Wege steht, und einer nächsten, und einer …


Außerdem nominiert waren:

"Lancaster" – Auf, ihr mutigen Rittersleut

England im Jahre 1413. Die Spieler führen eine aufstrebende Adelsfamilie, die zum Verbündeten des Königs aufsteigen will. Zunächst befehligt man kleine, unbedeutende Ritter und versucht, deren Stärke zu mehren, in den englischen Countys die Mehrheit zu erlangen oder die eigene Burganlage zu verstärken.

All dies bringt Vorteile, die in jeder Runde eingesetzt werden können. Wer sich zusätzlich im Kampf gegen die Franzosen bewehrt, darf auf eine großzügige Belohnung hoffen.

Natürlich darf man den Einfluss auf das Parlament nicht aus den Augen verlieren, denn da kann man die gültigen Gesetzte zu seinen Gunsten verändern.

"Lancaster" bietet eine Fülle von Stellschrauben, an denen man drehen kann, um zum Erfolg zu kommen. Misslingt einem eine Taktik, kann man immer noch umschwenken, denn es bleibt bis zuletzt spannend.


"Strasbourg" - Ränkespiel der Zünfte

Zünftig ging es zu im Straßburg des 15. Jahrhunderts. Damals haben die Handwerkszünfte zusammen mit dem Adel und der Kirche die Geschicke der Stadt bestimmt. Ziel der Spieler ist es, seine Familienmitglieder geschickt in den Zünften unterzubringen und so am Ende Macht (und Siegpunkte) zu erlangen.

Ein spezieller und neuartiger Bietmechanismus sorgt für Spannung bei der Verteilung der Spielfiguren bzw. Vorteile für die Spieler. Zwar muss man sich zu Beginn einer Runde auf die Höhe seiner maximal sieben Gebote festlegen. Aber wann man welches Gebot tatsächlich abgibt, bleibt jedem Spieler überlassen.

Da kann und muss man flexibel auf die Gebote der Mitspieler reagieren. Manchmal macht man ein regelrechtes Schnäppchen, oder man kommt mal nicht zum Zug.

"Strasbourg" erzeugt viel Spannung am Spieltisch, in unseren Testrunden sogar so viel, dass Personen ihren geplanten Spielzug vergaßen und dann nicht mehr das Beste heraus holen konnten.


Spieleinfos in Kürze:

SWR4 Baden-Württemberg Schachtel des Gesellschaftsspiel "Lancaster"

"Lancaster"
von Matthias Cramer
Verlag: Queen Games
Anzahl: 2 - 5 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: ca. 90 Minuten
Preis: ca. 44 Euro

SWR4 Baden-Württemberg Schachtel des Gesellschaftsspiel "7 Wonders"

"7 Wonders"
von Antoine Bauza
Verlag: Asmodee
Anzahl: 2 - 7 Personen
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: ca. 40 Minuten
Preis: ca. 40 Euro

Autor: Andreas Haaß

Letzte Änderung am: 07.06.2011, 10.14 Uhr

Im Programm

SWR4-Logo "Am Nachmittag" "Spiel des Jahres 2011"

Bericht von der Verleihung in Berlin