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Aktiv daheim spielen

Ein Kartenspiel fürs Urlaubsgepäck oder ein bisschen Bewegung mit einem Boule-Spiel der soften Art – wir stellen Ihnen neue und altbekannte Spiele in neuer Form für daheim und unterwegs vor.

Gut gezielt: "Crossboule"
Stellen Sie sich vor: Eine Gruppe älterer Herren, mit Mütze auf dem Kopf und Zigarette im Mund steht in einem Park und wirft mit Metallkugeln nach einer kleinen Holzkugel. Richtig: Es handelt sich um ein Boule- oder Bocciaspiel. Doch mit den harten Metall-, Holz- oder Plastikkugeln war Spielen auf weichem Untergrund unmöglich.
Bei "Crossboule" gibt es statt harten Kugeln Säckchen aus weichem Kunstleder, die mit Kunststoffgranulat gefüllt sind. Der Vorteil: Man kann jetzt nahezu überall Boule spielen, ohne dass sich jemand wegen der Geräusche gestört fühlt. Ob in der Wohnung, vor der Garage, in einer Lager- oder Turnhalle oder im Sand – kein Nachbar wird sich beschweren.

Wurfspiel "Mölkky"
Auch "Mölkky" verlangt etwas Bewegung von den Spielern. Es ist ein bisschen wie Kegeln mit Hölzern. Zu Beginn stehen zwölf Holzklötze (nummeriert von 1 bis 12) in der Mitte. Abwechselnd zielen die Spieler mit einem Wurfholz auf die Klötze. Wer nur einen umwirft, bekommt so viele Punkte aufgeschrieben, wie auf dem Klotz stehen. Wer mehr als einen trifft, bekommt die Anzahl der umgeworfenen Klötze notiert.
Ziel ist es, genau auf 50 Punkte zu kommen. Somit ist zunächst einfach nur Wurfgeschick nötig. Je näher man den 50 Punkten kommt, muss genauer taktiert werden, damit der entscheidende Klotz erreichbar ist.
Immer wieder gibt es Spiele, bei denen einzelne Mitspieler vor den anderen stehen und Pantomime oder ähnliches machen müssen. Und immer wieder fühlen sich dann einige unwohl, haben Angst sich zu blamieren. Mit "Freeze" gibt es jetzt ein Spiel, dass diese Angst nimmt beziehungsweise gar nicht aufkommen lässt.
Vier Personen sind immer "auf der Bühne", alle andern sind Zuschauer. Diese Vier spielen in 45 Sekunden eine kleine Szene vor, von der nur sie wissen, wo sie spielt (auf der Brücke, an der Supermarktkasse, im Dschungel …). Vorher wird unter den vier Darstellern noch eine Rangfolge ausgelost, die noch geheim ist - jeder Darsteller kennt nur seinen Rang.
Im Laufe der 45 Sekunden müssen die vier auf der Bühne also nicht nur spielen, sondern auch noch ihre Beziehung untereinander herausbekommen: Wer ist Chef, wer ist Anfänger – und wer ist dazwischen. Nach Ablauf der Zeit muss vom Publikum und den Schauspielern ein Rang erraten werden. Durch die vielfältigen Aufgaben und das Aufeinander eingehen sind alle Mitspieler immer voll bei der Sache - ein großer Spaß für alle.
Autor: Andreas Haaß
Quelle: SWR.de - Kultur
Letzte Änderung am: 08.08.2011, 13.50 Uhr