aus der Sendung vom Donnerstag, 26.1. | 17.05 Uhr | SWR Fernsehen

Wie ein mächtiger Rammbock liegt die Olympic Peninsula an der Nordwestküste Amerikas und bietet den rauen Wellen des Pazifiks die Stirn. Vor allem in der Nebensaison im Winterhalbjahr zeigt sich die Halbinsel von ihrer wilden und mystischen Seite.

Ein fast quadratischer Klotz ist die Olympic Peninsula mit gut 150 Kilometern Seitenlänge. Dramatische Felsküsten säumen die Westküste der Halbinsel, unterbrochen von langen grobsandigen Stränden, auf denen sich das Treibholz türmt. Im Binnenland ragen die Olympic Mountains bis auf 2.400 Meter auf und blocken die Stürme des Pazifiks. Das Resultat sind Niederschläge von bis zu 360 Kubikzentimeter pro Jahr und ein einzigartiger „kalter“ Regenwald der gemäßigten Breiten.
Das 1938 gegründete Schutzgebiet vereint drei Ökosysteme: die alpine Bergwaldzone, den Regenwald an der Westflanke der Berge und die Küstenzone. Vor allem die dichten Regenwälder sind so einzigartig, dass der Park sogar zum Unesco-Welterbe ernannt wurde. Es gibt hier allein 16 Pflanzen- und Tierarten wie etwa das Olympic-Murmeltier, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. Dafür fehlen 11 Säugetierarten, die ringsum überall vorkommen. Eiszeitliche Isolation ist der Grund für dieses Phänomen. Die schönsten Pfade durch die Regenwälder findet man im Hoh Valley und am Lake Quinault. Die Berge und Urwälder der Halbinsel sind im Olympic National Park unter Schutz gestellt. Vor allem im Winterhalbjahr, in der Nebensaison, zeigt sich die Halbinsel von ihrer wilden und mystischen Seite. Dann ist die Urgewalt der Natur sogar besonders schön zu beobachten: Mächtige Stürme fegen über das Land und lassen die Douglasien ächzen.

Eingang zum Olympic National Park
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Letzte Änderung am: 03.01.2012, 12.42 Uhr