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Gute Reise: Serbien Klöster im serbischen Erzgebirge

aus der Sendung vom Montag, 18.7.2011 | 17.05 Uhr | SWR Fernsehen

Das sächsische Erzgebirge hat einen Namensvetter – tief im Osten Serbiens. Aber das serbische Erzgebirge ist in Deutschland gänzlich unbekannt. Zu Unrecht angesichts seiner Fülle an orthodoxen Klöstern, urigen Dörfern und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten. Wer nach einem Besuch im pulsierenden Belgrad ein wenig serbische Landluft schnuppern will, ist gut im Erzgebirge aufgehoben, denn die Hauptstadt liegt nur zwei Autostunden entfernt.

Karte Erzgebirge

Das serbische Erzgebirge ist der südwestlichste Ausläufer der Karpaten und grenzt im Osten an Bulgarien. Das Gebiet ist nur wenig besiedelt und sehr waldreich. Auch wenn das Erzgebirge noch keine große touristische Infrastruktur besitzt, so lohnen seine zahlreichen orthodoxen Klöster einen Besuch, vor allem Ravanica und Manasija.


Alte Klöster und wilde Natur

Ravanica gilt als Juwel serbischer Kunst. 1376 wurde das Kloster von Fürst Lazar Hrebeljanovic gebaut. Seit seinem Tod in der berühmten Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Türken wird der Fürst als Heiliger verehrt. Seinen Leichnam können Pilger in der Klosterkirche von  Ravanica besichtigen. Lazars Sohn Stefan Lazarevic versuchte 1407 mit dem Kloster Manasija den Kirchenbau seines Vaters noch zu überbieten. Manasija war das größte Kloster seiner Zeit und ein Treffpunkt von Literaten und Künstlern aus ganz Serbien. 20 Jahre später eroberten die Türken das Kloster und brannten es nieder. Heute ist Manasjia wieder aufgebaut, ein großer Teil der Wandmalereien haben sich erhalten. Wenige Kilometer vom Kloster Manasija entfernt liegt das Dorf Lisine. Lisine liegt sehr abgelegen mitten im Wald, von hier aus lohnt eine Wanderung nach Veliki Buk zum mit 25 Metern zweithöchsten Wasserfall in Serbien. Gleich neben dem Wasserfall lässt sich die alte Mühle „Lisinski Raj“ besichtigen. Im südlichen Erzgebirge ist vor allem die Stadt Sokobanja sehenswert. Sokobanja ist ein alter Kurort, der auf die Osmanen zurück geht. Sokobanja ist berühmt wegen seines türkischen Hamam aus dem 17. Jahrhundert, der immer noch in Betrieb ist.

Panorama Hamam

Im Hamam von Sokobanja


Adressen:

Botschaft der Republik Serbien

Taubertstraße 18

D-14193 Berlin

Tel: +49/30/895 77 00

E-Mail:
info@botschaft-smg.de
Internet:
www.konsulati-rs.de

ACE Adventure Centre

Branka Krsmanovica 51/8

18000 Nis

Tel: +381/64/247 63 11

E-Mail:
info@ace-adventurecentre.com
Internet:
www.ace-adventurecentre.com

Letzte Änderung am: 30.06.2011, 12.43 Uhr

Themen der Sendung

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