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Garten Wildschutz im Garten

aus der Sendung vom Donnerstag, 9.2. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Wer Wildschäden im Garten zu beklagen hat, der sollte zunächst einmal klären, welche Tiere den Schaden verursacht haben.

Waren es Rehe, Schweine oder Hasen? Und wie viele Tiere waren es?
Diese Fragen lassen sich von guten Spurenlesern beantworten, oder aber man schafft sich eine Wildkamera an.
Die Wildkamera ist wetterfest und Tag und Nacht aufnahmebereit. Ein Infrarotgesteuerter Bewegungsmelder aktiviert die Kamera, sobald ein Tier in einer gewissen Entfernung vorbeikommt. Wichtig beim Kauf: achten Sie auf die angegebene Auslösezeit. Auslösezeiten von mehr als einer Sekunde verringern die Chance, gute und aussagekräftige Aufnahmen zu bekommen erheblich.

Experimentieren Sie mit der Kamera, wechseln Sie alle paar Tage den Standort! So werden Sie schnell feststellen, wo die "Hot-Spots" in Ihrem Garten sind, wo sich Fuchs und Hase heimlich treffen. Sie werden sehen: diese "Foto-Jagd" macht richtig Spaß und Sie werden erstaunt sein, was in Ihrem Garten so alles los ist, vor allem nachts.

Wildtiere in unseren Gärten sind meist echte Gewohnheitstiere, d.h. sie kommen und gehen gerne zu ganz bestimmten Zeiten. Und sie benutzen regelmäßig die gleichen Stellen, um in Ihren Garten einzudringen. Gewöhnt sind die Tiere irgendwann auch an den Standort selbst. Das bedeutet, wenn man sie dort nicht wesentlich stört oder vergrämt, etablieren sie sich an diesem Ort und sind dann auch schwer wieder loszuwerden.

Was können Sie gegen die Tiere tun?

Wenn Sie nun also wissen, welche Tiere, wie viele Tiere wann und wo in Ihren Garten kommen, dann können Sie über entsprechende Gegenmaßnahmen nachdenken.

Vielleicht stellen Sie ja fest, dass Sie Marder, Dachs oder Fuchs in ihrem Garten haben und eventuell möchten Sie diese (Mäuse-) Jäger gar nicht aussperren oder vertreiben, ganz einfach weil Sie zu viele wühlende Rötelmäuse im Garten haben.

Ein erster Schutz vor nagenden bzw. sich scheuernden Wildtieren sind die unterschiedlichen Schutzmanschetten, Schutzspiralen und Klemmen, die auch in der Forstwirtschaft verwendet werden, um Neuanpflanzungen vor Wildverbiss oder sich „fegendem“ Wild zu schützen.

Wenn Sie Rehe, Hasen und Wildschweine ganz aus Ihrem Garten verbannen wollen, hilft nur ein entsprechender Wildzaun. Wildzäune gibt es in unterschiedlichen Höhen, in unterschiedlichen Stärken und mit unterschiedlicher Maschengröße. Die Hersteller von Wildzäunen geben in der Regel an, welcher Zaun gegen welche Wildart geeignet ist.

Um z.B. Rehen das Eindringen unmöglich zu machen sollte der Zaun mindestens 1,50 Meter besser 1,80 Meter hoch sein.
Um Wildschweinen und Wildkaninchen das Unterwandern des Zauns zu erschweren, sollte der Zaun nicht nur gut gespannt sein, sondern am besten ca. 20cm im Boden eingegraben werden. In manchen Forsten kann man eine weitere Variante zur Vermeidung eines Wildschwein-Durchbruchs beobachten. Dort ist direkt am Boden eine Linie Stacheldraht gespannt. Damit werden die Schwarzkittel am Hochdrücken des Zauns gehindert. Bei dieser Verwendung von Stacheldraht sollten Sie jedoch die lokalen Gegebenheiten (Wohngebiet oder offene Landschaft?) und Gemeinde-Vorschriften beachten.

Expertin im Studio:

Heike Boomgaarden

Gartenbauingenieurin

Letzte Änderung am: 08.02.2012, 16.17 Uhr

Themen der Sendung

Sendezeit Montags bis freitags

16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen

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