aus der Sendung vom Dienstag, 7.2. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Clivien erfreuen uns im Winter mit ihren Blüten und sind eigentlich pflegeleichte Zimmerpflanzen. Doch nur wenigen gelingt es, sie wiederholt zum Blühen zu bringen. Unsere Großmütter konnten sich regelmäßig über die Blütenpracht freuen. Heute sind die veränderten Wohn- und Heizungssituationen schuld an den Problemen. Am ursprünglichen Standort in Südafrika erlebt sie Temperaturwechsel und Ruhephasen.
Hat man eine blühende Clivie gekauft, so kann sich nach der Bildung von etwa 4 neuen Blättern eine neue Blütenanlage bilden. Diese "schläft" in einer Größe von etwa 1 cm zwischen den Blattscheiden und streckt sich erst nach einer Kältephase in die Höhe. Für die Bildung von Blättern sind Wasser, Dünger und eine Temperatur von etwa 20°C hilfreich. Für die "Kälte"-Phase sind Temperaturen unter 10°C, jedoch nicht unter dem Gefrierpunkt, über einige Wochen, erforderlich.
Wer die Möglichkeit hat Clivien für die Sommerfrische nach draußen zu stellen (Dünger nicht vergessen), bekommt die Nachtabsenkung nach der Wachstumsphase automatisch mit den sinkenden Temperaturen im Herbst. Dann ist es wichtig die Pflanzen vor Wasser von oben zu schützen, bis man sie vor dem Frost einräumt und wieder ins warme Wohnzimmer stellt. Oft kann man dann bereits den sich herausschiebenden Blütenschaft, als Signal für den Wechsel zu mehr Wärme und Wassergaben erkennen.
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Gärtnerin und Biologin
Letzte Änderung am: 30.12.2011, 23.17 Uhr