aus der Sendung vom Mittwoch, 1.2. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Kannenpflanzen, botanisch Nepentes, bilden Behältnisse aus denen Insekten nicht mehr herausklettern können, wenn sie erst mal hineingeflogen sind. Diese als Karnivoren bezeichneten Pflanzen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 60%. In einem geschlossenen Blumenfenster oder in einer Vitrine sind diese Bedingungen einfach zu erfüllen, im normalen Wohnraum fast unmöglich. Besprühen alleine ist bei trockener Zimmerluft oft nicht ausreichend.
Die Pflanzenzüchter haben sich deshalb bemüht neue Hybriden zu züchten, die auch mit weniger Luftfeuchtigkeit zurechtkommen. Wächst die Pflanze gut und bildet sie auch regelmäßig neue Kannen, so ist die Luftfeuchte ausreichend. Gießen mit kalkhaltigem Leitungswasser ist Tabu. Sammeln Sie Regenwasser für ihre exotische Zimmerpflanze. Beim Düngen ist Vorsicht angebracht. Verwenden sie wie bei Farnen und Orchideen Blumendünger nur in halber Konzentration oder Spezialdünger. Mit Insekten füttern müssen Sie ihre Kannenpflanze nicht. Fällt ein Insekt in die Falle, so ist es eine zusätzliche, aber nicht lebensnotwendige Stickstoffquelle.
Zum Umtopfen von zu groß gewordenen Pflanzen benötigen Sie saures Substrat bzw. spezielle Erde für Karnivoren aus dem Fachhandel.
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Gärtner u. Floristmeister, Eislingen
Letzte Änderung am: 23.12.2011, 23.15 Uhr