aus der Sendung vom Montag, 23.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Oregano
Kräuter selber zu vermehren, ist mit das Spannendste beim Gärtnern. Bei der Aussaat sind Sie von Anfang an mit dabei und erleben, wie sich der Keimling aus der Erde schiebt. Viele denken bei Kräuteraussaat nicht an Oregano, dabei keimen die Samen bereitwillig. Jedes Kraut, das Blüten bildet, entwickelt auch Samen. Einjährige müssen jedes Jahr ausgesät werden, bei Mehrjährigen, wie Oregano, kann man auch über Triebstecklinge vermehren. Manchmal bzw. auch bestimmte Sorten, lassen sich so (d.h. vegetativ) besser vermehren.
Wenn Sie die Samentütchen öffnen, werden Sie erstaunt sein, wie fein die Samen sind. Eine gleichmäßige Aussaat ist deshalb nicht so einfach. Mischen Sie feinen Sand unter die Samen, um die Arbeit zu erleichtern. Übersieben mit Erde entfällt, da Oregano ein sogenannter Lichtkeimer ist. Eine Glasscheibe oder Zeitungspapier zur Abdeckung hilft während der Keimphase, die Erde gleichmäßig feucht zu halten. Bei einer Keimtemperatur von etwa 20°C entfalten sie nach 10 bis 20 Tagen die ersten Sämlinge.
Oregano-Arten aus Italien oder Griechenland schmecken intensiver als der heimische Dost, weshalb man zum Würzen lieber Origanum syriaca, Origanum heracleoticum oder Origanum onites anbaut. Bienen und Hummeln lieben die weißen oder rosafarbigen Blüten dieser Vertreter aus der Familie der Lippenblütler.
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Gartenbauingenieur, Wartenberg
Letzte Änderung am: 20.01.2012, 13.34 Uhr