aus der Sendung vom Mittwoch, 18.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Wurden Sie beim Pflanzenkauf auch schon mal nach der Beschaffenheit ihres Gartenbodens gefragt? Eine klare Antwort fällt den meisten schwer. Damit auch Sie in Zukunft Bescheid wissen und eine gute Wahl treffen können, sollten Sie mit der Fingerprobe beginnen. Die Struktur eines Bodens hängt davon ab, in welchen Anteilen Ton, Lehm und Sand enthalten sind.
Feuchter Tonboden bildet Klumpen, und wenn Sie versuchen ihn glatt zu streichen, glänzt er. Solche Böden bezeichnet man als schwer, sie halten jedoch Nährstoffe und Wasser gut. Bei nassem Wetter klebt die Erde an den Gummistiefeln oder sie saugen sich regelrecht auf dem Untergrund fest. Sandboden rieselt leicht durch die Finger. Er lässt sich gut umgraben, trocknet jedoch schnell aus und Nährstoffe werden rasch ausgewaschen. Lehmboden fühlt sich zwischen den Fingern nicht ganz so glatt an wie Ton, lässt sich aber in der Hand rollen. Aufgrund seiner Speicherfähigkeit ist die Bodenfruchtbarkeit hoch und vieles gedeiht.
Ob Ihr Boden chemisch sauer oder alkalisch reagiert, können Sie mit einem pH-Wert Test-Set aus dem Handel schnell ermitteln. Etwa Erde wird im Teströhrchen mit Flüssigkeit vermischt und die anschließende Farbe der Lösung mit der beiliegenden Skala verglichen. Gartenböden können einen Wert zwischen 4,5 und 7,5 haben. Die meisten Pflanzen bevorzugen einen schwach sauren Boden (6 – 7). Der ideale pH-Wert für schwere Böden ist 6,5 – 7, bei mittelschweren Böden 6 und bei leichten Sandböden 5,5.
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Gärtnermeisterin, Ladenburg
Letzte Änderung am: 09.12.2011, 23.16 Uhr