aus der Sendung vom Montag, 16.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Wildformen der Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) sind in Mittel- und Südamerika von Mexiko über Costa Rica bis Kolumbien und Zentralargentinien beheimatet. Die Gartenbohne ist eine sehr alte Kulturpflanze. Älteste archäologische Funde, die auf eine Zeit von 6000-2300 v. Chr. zurückdatieren, stammen aus einer Höhle in Peru. Bei der Gartenbohne unterscheidet man zwischen kletternden und buschförmig wachsenden Sorten. Die Buschbohnen wurden aus Stangenbohnen, der ursprünglichen Form, gezüchtet. Viele moderne Buschbohnensorten gehören zum sogenannten "Gluckentyp": alle Bohnen reifen gleichzeitig und sitzen an der Spitze der Triebe. Stangenbohnen verschwinden zunehmend aus den Gärten und in Folge auch aus den Katalogen der Saatgut-Anbieter und den Zulassungslisten.
Eine Eigenschaft, die ebenfalls züchterisch ausgelesen wurde, ist die Fadenlosigkeit. Köchen und Köchinnen sind die Fäden in den Hülsen der grünen Bohnen unlieb, für die Pflanze sind sie wichtig, da die Fäden zum Stützgerüst der Hülse gehören. Sorten ohne Fäden sind deshalb oft gekrümmt. Die Fadenlosigkeit wird durch eine Kombination mehrere Gene hervorgerufen und dominant vererbt. Manche Sorten weisen im jungen Zustand kaum Fäden auf, haben jedoch starke Fäden, wenn sie ausgereift sind. Diese Bohnen werden als sogenannte "Zwiebohnen" bezeichnet, d.h. sie eigenen sich zur Nutzung als unreife Bohne und als Körnerbohne.
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Letzte Änderung am: 09.12.2011, 23.15 Uhr