aus der Sendung vom Mittwoch, 11.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Möhren aus der Erde ziehen, abwaschen und reinbeißen - so schmecken sie am besten. Doch zu allererst benötigen Sie den richtigen Samen. Sie können zwischen frühen, mittleren und späten Sorten wählen. Besonders frühe Sorten können mehrmals in Folge (in „Sätzen“) bis etwa Juli ausgesät werden und ermöglichen so eine kontinuierliche Ernte für den Frischverbrauch. Späte Sorten sind ideal zur Lagerung zur Deckung des Eigenbedarfs über den ganzen Winter.
Etwa 300 Sorten sind EU-weit im Anbau. In konventionell arbeitenden Betrieben kommen überwiegend die gleichmäßigen Hybridsorten zum Einsatz, im ökologischen Anbau gibt es Bestrebungen samenfeste Sorten für die lokale Klima- und Bodensituation zu stärken. Sortenversuche zeigten u.a., dass Feldmäuse samenfeste Sorten bevorzugt anfressen und die Hybridsorten nicht annagen, wenn sie die Wahl haben. Es sollte jeder Hobbygärtner ausprobieren, ob er ähnliche Ergebnisse beim Geschmackstest bekommt. Leider gibt es in vielen Samenkatalogen zunehmend Hybridsorten. Das Finden samenfeste Sorten erfordert mehr Recherchearbeit über z.B. biologische- und ökologische Samenanbieter und Vereine zur Erhaltung von Nutzpflanzenvielfalt sowie Raritätenmärkte.
Möhren sind nicht kälteempfindlich und können bereits ab Mitte März direkt im Freien ausgesät werden.
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Letzte Änderung am: 02.12.2011, 23.17 Uhr