aus der Sendung vom Montag, 9.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Efeu, Hedera helix, ist eine uralte Pflanze und wuchs bereits in den Tropenwäldern des Tertiärs. Botanisch gesehen, ist er der einzige einheimische Wurzelkletterer. Auch von den Kelten ist Efeu als wichtige Heil- und Zauberpflanze bekannt. So unscheinbar Efeu in seiner natürlichen Form auftritt, so spektakulär ist sein Drang zur Verwandlung. Die Sortenvielfalt von Freiland- und Zimmerefeu ist mit weltweit etwa 500 Sorten unüberschaubar. Seinen Aufstieg zu einer der meistverkauften Zierpflanzen Europas, begann Efeu in England. Dort kultivierten die Gärtnereien bereits im 18. Jahrhundert viele Sorten.
Nicht winterharte Sorten, größtenteils in Amerika in Gewächshauskulturen entstanden, sind ideal zum Begrünen im Haus. Ihre Temperaturansprüche sind mediterraner Art, genetisch bedingt und von außen bzw. an der Wuchsform nicht zu erkennen.
In der Wohnung liebt Efeu einen hellen, luftigen Standort, jedoch keine volle Sonneneinstrahlung. Die Wurzeln bevorzugen eine leichte, luftige und etwas alkalische Erde, die Sie leicht feucht halten sollten.
Bei Staunässe gerät das Wachstum ins stocken und nach einiger Zeit sterben die Wurzeln ab. Trockene Zimmerluft und das Austrocknen des Erdballens schwächt Efeu und ermöglicht den Befall mit Spinnmilben. Bei starkem Befall hilft mehrmaliges Abduschen der Pflanze. Gedüngt wird in der Hauptwachstumszeit, wenn wieder ausreichend Licht vorhanden ist, also ab Mitte Februar bis Oktober wöchentlich mit dem Gießwasser in schwacher Konzentration.
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Expertin im Studio:
Gartenbauwissenschaftlerin, Sindelfingen
Letzte Änderung am: 06.01.2012, 11.54 Uhr