aus der Sendung vom Montag, 2.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Seinen Freunden und Lieben zum Jahreswechsel alles Gute und viel Glück zu wünschen, ist ein schöner Brauch. Für das irdische Glück, meist mit materiellem Hintergrund, werden die Symbole Hufeisen, Schornsteinfeger, Fliegenpilz und als Favorit das vierblättrige Kleeblatt verwendet.
Unsere heimischen Kleearten haben genau genommen nur ein großes, fiedrig aufgeteiltes Blatt - in aller Regel in drei Teile. Und wenn es einmal mehr sind, was selten, genauer zu etwa 0,01 % vorkommt, und wir dieses Kleeblatt auch noch finden, ist das Glück. Die zum Jahreswechsel angebotenen "Glücks"-Kleepflanzen mit viergeteilten Blättchen sind keine heimischen Kleearten. Sie stammen aus Mexiko, sind nicht winterhart und wachsen aus kleinen Zwiebeln hervor. Wenn wir jedoch die Bedürfnisse der Pflanze kennen und erfüllen, ist sie keine kurzlebige Wegwerfpflanze.
Der Glücksklee kann im Frühjahr, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, ins Freiland und in Kästen oder Schalen eingepflanzt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte der Standort sehr hell sein und die Temperaturen niedrig. Im Sommer gedeihen diese Glücksbringer mit viel rosafarbenen Blüten an jeder Sonnenseite sehr gut. Wenn im Herbst die Blätter gelb werden und die Säfte einziehen, werden die Zwiebelchen bis zur Wiederverwendung trocken und frostfrei gelagert.
Sollen sie erneut als Glückssymbol zur Jahreswende dienen, so legen Sie die Zwiebeln ab Ende November in kleine Töpfe und stellen sie an einem sehr hellen Platz zum Antreiben auf. In guten Fachgeschäften oder im spezialisierten Versandhandel sind im Herbst diese kleinen Zwiebeln unter der Bezeichnung Oxalis deppei erhältlich.
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Letzte Änderung am: 25.11.2011, 23.18 Uhr