aus der Sendung vom Mittwoch, 28.12.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Bei Kälte und Eis ist die Futtersuche unserer Gartenvögel extrem schwierig. Eine Winternacht dauert etwa 15 bis 16 Stunden, in denen keine Nahrungsaufnahme erfolgen kann. Umso wichtiger ist es, dass sie bei Morgengrauen gezielt Futterplätze anfliegen können. Bei der herkömmlichen Fütterung im offenen Vogelhäuschen ist die Infektionsgefahr für unsere gefiederten Futtergäste sehr hoch. Mit einem Futtersilo können Sie diese Gefahr ausschließen, da die Vögel nur einzelne Körner holen können und es keine mit Vogelkot verunreinigte Flächen gibt und somit keine Infektionsgefahr.
Am Futterplatz wollen die Körner- und die Weichfresser satt werden. Für die Weichfresser sind fettreiche Knödel und selbst gegossene Futterglocken wichtig. Beim Füttern mit einem Körnergemisch, können Sie eventuell beobachten, dass nicht alle Samen gleichmäßig aufgenommen werden. Rückschlüsse auf die Art der Besucher und die Qualität des Futters sind daraus möglich. Vögel holen sich, was ihnen am besten schmeckt.
Erst bei Eisregen, geschlossener Schneedecke und anhaltendem Frostwetter sind Futtergaben hilfreich. In milden Witterungsphasen besteht normalerweise keine Nahrungsnot. Im Sinne des Gärtners ist es dann Aufgabe der Vögel zum Beispiel Obstbäume nach allerlei in der Baumrinde versteckten Insekten abzusuchen.
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Artenschutzbeauftragter NABU-Karlsruhe
Letzte Änderung am: 18.11.2011, 23.16 Uhr