aus der Sendung vom Donnerstag, 22.12.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Weihnachtsbaum
Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume wurden dieses Jahr verkauft. Das schätzt der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie. Jedes Jahr stellt sich also millionenfach die Frage nach dem richtigen Weihnachtsbaum, der richtigen Pflege, wann kauft man, was kauft man, wie transportiert man den Baum und wo bewahrt man ihn auf?
Die besseren Anwachschancen hat ein im Topf gewachsener bzw. ein in der Baumschule regelmäßig verschulter (umgepflanzter) Baum. Ein kürzlich erst gestochener und nicht eingewurzelter Christbaum ist zwar wesentlich billiger, hat aber auch mehr Anwachsprobleme, da die Wurzeln in der Regel beschädigt wurden.
Tipp: Prüfen Sie beim Kauf, ob ein guter Wurzelballen vorhanden ist. Ziehen Sie dazu die Pflanze aus dem Topf, dabei sollte der Wurzelballen fest, gut durchwurzelt und kompakt bleiben. Zerfällt der unechte „Wurzelballen“ beim Herausziehen, lassen Sie die Finger davon: der Baum wurde erst kurz vorher ausgestochen.
Der Baum befindet sich in der Vegetationsruhe. Durch die warmen Temperaturen im Zimmer erlebt er übergangslos einen "Sommer" um dann anschließend wieder kalten Temperaturen ausgesetzt zu sein. Dies bedeutet für den Baum einen großen Stress, der möglichst gemildert werden sollte. Gewöhnen Sie den Baum daher an den Temperaturwechsel: im Freien an einem kühlen, schattigen und windgeschützten Ort oder in einer hellen Garage vor bzw. nach dem Wechsel ins/vom Zimmer einige Tage zum akklimatisieren stehen lassen.
Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nicht austrocknet! Vor dem Hereinholen gut gießen, danach jeden zweiten Tag!
Einen möglichst kühlen Ort zum Aufstellen des Baumes wählen. Ideal: kalter Wintergarten oder kühle Diele. Möglichst weite Abstände zu Heizquellen halten (Auch Kerzen "heizen ein")
Die Pflanze zwei Mal pro Tag besprühen, um die Nadeln nicht eintrocknen zu lassen
Aufenthalt im Zimmer möglichst kurz halten. Ideal: 2-3 Tage, maximal 10 Tage
Im Idealfall wird ihr Weihnachtsbaum erst kurz vor Weihnachten geschlagen, so dass er frisch ist und Sie ihn nicht mehr lange lagern müssen. Viele Forstämter bieten die Möglichkeit, Christbäume selbst zu schlagen oder verkaufen zu einem bestimmten Termin frisch geschlagene Weihnachtsbäume. Umweltbewusste Käufer erkundigen sich ohnehin nach der Herkunft der Bäume und bevorzugen solche aus der Region (kurze Wege!). Achten Sie hier auf die Schnittstelle: Je heller, desto frischer ist der Baum.
Schützen Sie den Baum vor dem Austrocknen:
Wind trocknet stark aus. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Baum windgeschützt transportiert und gelagert wird.
Christbäume sollten kühl gelagert werden und genügend Wasser bekommen. Geeignet ist hier ein windgeschützter, schattiger Platz, da hier die Verdunstung am geringsten ist. Auch eine kühle Garage oder ein Gartenschuppen sind brauchbare "Zwischenlager".
Vermeiden Sie große Temperaturschwankungen!
Wenn Sie den Baum im Freien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten, sollten Sie ihn auf keinen Fall direkt ins gut geheizte Wohnzimmer mit über 20°c Raumtemperatur stellen! Besser ist es, ihn ein oder zwei Tage in einen kühlen Raum (Z.B. Garage oder Keller) zu stellen, damit er sich akklimatisieren kann. Auch im Raum auf Wasserversorgung und Temperatur achten!
Experte im Studio:
Gärtnermeister
Letzte Änderung am: 11.11.2011, 23.36 Uhr