aus der Sendung vom Mittwoch, 30.11.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Die oberirdischen Triebe vieler Stauden sterben in der kalten Jahreszeit ab. Darüber, wann ist der beste Zeitpunkt für den Staudenrückschnitt ist, gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche meinen, der Garten müsste möglichst aufgeräumt in den Winter gehen und abgestorbene Pflanzenteile wären ein Makel.
Jedoch werden die Stauden durch Abgestorbenes vor Kälte geschützt und die alten Fruchtstände und Gräser sehen mit Reif und Schnee außerordentlich attraktiv aus. Wer seinen Garten unter biologischen Aspekten bewirtschaftet, lässt alles Alte als Überwinterungsschutz für zahlreiche nützliche Insekten im Garten.
Ausnahme: krankes Blattmaterial. Dieses sollte entfernt werden, um so den Befallsdruck im Frühjahr zu reduzieren.
Die meisten Stauden überwintern mithilfe unterirdischer Speicherorgane und sind an sich problemlos winterhart. Kritisch werden zwei Witterungsverläufe: kalte, schneearme Winter mit starken Fröste bis in tiefe Bodenschichten und sehr nasse Winter, die Stauden aus trockenen Gebieten zum Verhängnis werden.
Für den ersten Fall hilft eine Abdeckung mit Reisig und Laub. Im zweiten Fall kann besonders bei schweren Böden eine Bodenverbesserung mit Sand bzw. der Einbau einer Drainage im nächsten Frühjahr sinnvoll sein.
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Gärtnermeisterin, Ladenburg
Letzte Änderung am: 21.10.2011, 23.32 Uhr