aus der Sendung vom Donnerstag, 6.10.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Die Blumenzwiebeln der Frühlingsblüher sollten jetzt so langsam in den Boden. Volker Heß zeigt uns, welche Zwiebeln dafür in Frage kommen worauf man beim Setzen der Zwiebeln achten muss.

Die Blumenzwiebel ist das Speicherorgan der kleinen Pflanzen, die uns mit ihrer Blütenpracht zu Beginn des kommenden Jahres den nahen Frühling spüren lassen.
Bekannt unter den Frühlingsblühern, die jetzt in den Boden müssen sind vor allem die Tulpen, Narzissen und Krokusse. Ende Oktober, Anfang November sollten diese Zwiebeln verpflanzt sein, um noch vor dem herannahenden Winter ein paar Wurzeln bilden zu können.
Aber auch die Iris, die Zierzwiebel (Alium), Anemonen, Scilla und die Schneeglöckchen gehören jetzt in den Boden. Will man ein natürliches Erscheinungsbild auf seiner Wiese oder im Beet erreichen, dann greife man beherzt in die Zwiebelmenge und werfe sie einfach auf den Boden. Dort wo die Zwiebeln liegen bleiben, dort pflanzt man sie in die Erde. Wer mehr Ordnung in seinen Beeten braucht, der kann Gruppen von ca. 25 Zwiebeln bilden. Gerade Traubenhyazinthen und Narzissen entfalten in solchen Grüppchen eine große Wirkung. Oder aber man bildet einen Blumensaum entlang der Gartenwege.
Die Pflanztiefe sollte immer die doppelte Höhe der Zwiebel betragen; eine Zwiebel von 1 cm Höhe sollte also 1 cm Erde über sich haben. Eine Pflanzhacke als Werkzeug erleichtert dem Gärtner seine Arbeit im Beet. Auf der Wiese oder dem Rasen werden kleine Löcher mit einem angespitzten Besenstil in die Tiefe getrieben, die Zwiebeln eingesetzt und mit etwas Erde abgedeckt.
Für den Rasen ebenfalls sehr gut geeignet sind neben den Krokussen Schneeglöckchen und Märzenbecher.
Die meisten Sommerblüher unter den Zwiebelgewächsen muss man jedoch im Herbst ausgraben, und frostfrei überwintern. So zum Beispiel Dahlien, Gladiolen oder Cannas. Einige dieser Sommerblüher, wie Dahlien oder Cannas, kann man ab Anfang-Mitte März im Haus vortreiben.
Um der für alle Zwiebeln tödlichen Staunässe vorzubeugen, sollte die Erde mit etwas Sand aufgelockert werden.
Gärtnermeister
Letzte Änderung am: 26.08.2011, 23.31 Uhr