aus der Sendung vom Montag, 5.9.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Bei feuchtwarmer Witterung erscheinen Pilze an fast allen Orten und in vielen Varianten. Speisepilze, die vorwiegend im Wald wachsen sind willkommen. Pilze auf dem Rasen werden von uns wir als lästig und schädlich wahrgenommen. Sie erinnern uns schnell an den Begriff „Pilzkrankheiten“. Damit haben diese Hutpilze aber nichts zu tun. Pilze können überall dort erscheinen, wo leblose organische Substanz vorhanden ist. Das können alte abgestorbene Wurzeln von einem Baum sein, der schon vor 20 Jahren entfernt wurde. Andere Arten bevorzugen den Rasenfilz in der oberen Region. Manche Pilzarten tauchen schnell und nur einmal auf und verschwinden wieder. Um diese brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, denn sie haben keinen Einfluss auf die lebenden Rasengräser.
Andere Arten, die den Rasen schädigen können, bilden unter der Oberfläche ein starkes Pilzgeflecht, das beim Wachstumsprozess Stickstoff frei setzt. Leicht zu erkennen an den dunkelgrünen Rasengräsern. Da dieses Geflecht stark wasserabweisend ist, kann es dort zu Trockenschäden kommen. Oft sind diese Flächen ringförmig und werden als Hexenringe bezeichnet. Bei diesen Pilzen handelt es sich meist um Schwindlinge.
Beim ersten Auftreten sollten die Pilze möglichst in den frühen Morgenstunden entfernt werden. Anschließend den Rasen mit einer Grabegabel großzügig löchern, absanden und wässern. Durch diese Maßnahme wird das Pilzgefecht im Wachstum gestört und die wasserabweisende Schicht unterbrochen.
Auf Rasenflächen, die regelmäßig gesandet werden, richtig gedüngt und den optimalen pH – Wert (5,8 bis 6,8) aufweisen, gibt es selten Pilzbefall.
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Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.28 Uhr