aus der Sendung vom Mittwoch, 31.8.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Japanische Herbstanemone
Die Japan-Anemone oder auch Herbstanemone (Aemone hupehensis var. japonica) verleiht in Kombination mit niedrigen Gräsern wie die Japansegge ihrem Staudengarten ein fernöstliches Flair. Da sie auch in schattigen Bereichen wächst, gesellen sich Farne gerne dazu. Ein Hintergrund aus Bambus, Kamelien und Rhododendren erweitert die fernöstliche Illusion.
Nach dem Ende des Opiumkrieges zwischen Großbritannien und China im Jahre 1842 gelang es botanischen Expeditionen erneut Pflanzen aus Ostasien nach Europa zu bringen. Darunter befand sich auch die Wildform der im Herbst blühenden Anemone.
Einige Herbstanemonen-Sorten blühen bis zum ersten Frost. Da die Blumen schnittfest sind, können Sie Blütenstiele in die Vase stellen und so vor einem angekündigten Nachtfrost retten.
Der Boden sollte humos, etwas lehmig und frisch sein, also kein Sandboden, der schnell austrocknet. Die Staude eignet sich für eine gemischte Bepflanzung mit Gehölzen, darf jedoch nicht direkt unter einen großen Baum gepflanzt werden. Wächst die Pflanze nur kümmerlich, ist es ein sicheres Zeichen, dass die Wurzelkonkurrenz zu groß ist. Natürliches Düngen mit reifem Kompost und Hornmehl wird mit gesundem Wachstum belohnt. Solange eine junge Bepflanzung den Boden noch nicht gänzlich bedeckt, schützt eine Mulchdecke aus Laub und Grasschnitt das Bodenleben und erleichtert das Anwachsen.
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Gärtnermeisterin, Ladenburg
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.24 Uhr