aus der Sendung vom Donnerstag, 25.8.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Im Schulgarten gibt es für jeden genug zu tun
Für die meisten Kinder in unserer modernen Gesellschaft haben Natur und Garten keine unmittelbar essentielle Bedeutung mehr. Die Nahrung kommt aus dem Supermarkt und alle anderen Dinge des täglichen Bedarfs werden in der Wahrnehmung der meisten jungen Menschen in irgendwelchen Fabriken produziert. Ein natürliches Werden taucht in dieser Erlebniswelt nur selten auf.
Denn nur wenige Kinder bekommen in ihrem Alltag, ob in Schule oder zu Hause das zusammenhängende Wirken der Natur mit. Umso wichtiger erscheint es heute vielen Lehrern und Schulleiterinnen, den Kindern ein Unterrichtsfach anzubieten, das genau diese Lücke füllt. Und dazu gehört dann natürlich ein Schulgarten.
Das Grüne Klassenzimmer sollte die Aspekte Boden, Bodenleben und Nährstoffkreislauf am Beispiel eines Hochbeetes oder eines Kompost beinhalten.
Pflanzenschutz mit biologischen bzw. technischen Verfahren sollte eine Rolle spielen.
Ob Schutz und Förderung von Nützlingen z.B. Insektenhotel oder die Auswahl angepasster, robuster Sorten und das Thema Pflanzenstärkungsmittel.
Mit einem Schulgarten kann man Kinder eintauchen lassen in die spannende Welt unbekannter Wesen wie z. B. Spinnen. Ängste werden abgebaut durch den gemeinsamen Bau eines Insektenhotels und die Beobachtung der dort lebenden Tiere.
Der Umgang mit Erde und Pflanzen kann für junge Menschen letztlich der Beginn einer spannenden und erlebnisreichen Reise hin zu einer anderen Wahrnehmung unserer Welt sein.
Expertin im Studio:
Gartenbauingenieurin
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.21 Uhr