aus der Sendung vom Dienstag, 23.8.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Bambus als Gartenpflanze steht auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Exotisches Flair verbreiten Bambusse mit großen Halmen. Die schönsten finden Sie in der Bambusgattung Phyllostachys. Wenn Sie solche suchen, ist es hilfreich, die richtige botanische Bezeichnung zu kennen. Es gibt wenig deutsche Namen für Bambus und Verkaufsbezeichnungen bei Massenware entspringen nicht selten der Phantasie.
Die etwa 70 Arten, die zur Gattung Phyllostachys gehören, stammen alle aus China.
Besonders attraktiv sind die Farbvariationen der Halme: es gibt grüne oder gelbe Halme mit Streifenmuster, fast schwarze Halme u.v.m.
Die vertikalen Halme wachsen aus dem Boden als junger Spross, der sich wie ein Teleskop auseinander schiebt. Da es bei Süßgräsern, zu denen auch Bambus gehört, kein Dickenwachstum des Sprosses gibt, weist bereits der junge Spross den Durchmesser auf, den der ausgewachsene Halm später haben wird.
Die Gattung Phyllostachys bietet auch eine Vielzahl winterharter Arten, die für unsere Breiten geeignet sind. Die Winterhärte reicht von Art und Sorte bis zu -25°C, wobei kalte Winde das Laub schon bei z.B. -12°C schädigen können. Wichtig ist bei dieser Gattung der Einbau einer Rhizomsperre vor dem Auspflanzen, um lange Wurzelausläufer auf ihrer Wanderschaft zu begrenzen. Wer so viel Aufwand scheut, kann mit der Kultur im Kübel die Leidenschaft für Bambus entdecken. Wächst eine Bambusgruppe zu dicht, können Sie durch Entfernen einzelner Halme transparente Leichtigkeit erzielen.
Buchtipps der Redaktion:
Expertin im Studio:
Gärtnerin und Biologin
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.19 Uhr