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Garten Dickmaulrüssler auf dem Vormarsch

aus der Sendung vom Donnerstag, 4.8.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Nahaufnahme des Käfers Dickmaulrüssler - Krabbelt auf einem Finger

Die Fraßschäden an den Blättern von Rhododendron, Kirschlorbeer, Lorbeer und Efeu zeigen deutlich: der Dickmaulrüssler ist wieder unterwegs. Zum einen frisst der kleine Käfer die Blätter an und hinterlässt sein - wenn man so will - ganz persönliches und typisches Schadbild, den sogenannten Buchtenfraß, und zum anderen – und das ist für die Pflanzen das eigentlich gefährliche – ernährt sich die Dickmaulrüsslerlarve von den Wurzeln der genannten Pflanzen.

Der Fadenwurm (Nematode) ist ein echter Tausendsassa: die unterschiedlichen Arten der Nematoden lassen sich zur Bekämpfung des Dickmaulrüsslers, von Schnecken und der Maulwurfsgrille einsetzen. Er ist im Fachhandel für biologische Schädlingsbekämpfung erhältlich und wird als Tongranulat geliefert, das in Wasser aufgelöst und gegossen wird. Die Nematoden sind lichtempfindlich und sollten daher bei Dämmerung oder bedecktem Himmel vergossen werden. Die Bodentemperatur sollte nicht unter 12 Grad Celsius betragen. Ende Oktober ist daher der späteste Zeitpunkt diesen biologischen Schädlingsbekämpfer einzusetzen.

Bekämpfung des Dickmaulrüsslers

Der Dickmaulrüssler schädigt vor allem Ziergehölze und Staudenpflanzen wie den Rhododendron, Erdbeeren und Pflanzen auf Dachgärten. Der ausgewachsene bräunliche Käfer ist 7 – 13 mm groß, nachtaktiv und flugunfähig. Er verursacht Schäden an den Blättern, indem er sie an den Rändern anknabbert und ein für ihn typisches Buchtenmuster hinterlässt. Viel größeren Schaden jedoch richten die Larven des Dickmaulrüsslers an. Sie ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen und sorgen damit für Wachstumsprobleme bei den Pflanzen, bis hin zum völligen Absterben. Die Larve verpuppt sich, ein neuer Käfer schlüpft, der bereits nach 5 Wochen wieder geschlechtsreif ist und mit der erneuten Eiablage an den Wurzeln beginnen kann.

Bei der Bekämpfung des Dickmaulrüsslers hat sich der Fadenwurm (Nematode) der Gattung Heterorhabditis als zuverlässiger Nützling bewährt. Er ist im Fachhandel für biologische Schädlingsbekämpfung erhältlich und wird als Tongranulat geliefert, das in Wasser aufgelöst und gegossen wird. Die Nematoden sind lichtempfindlich und sollten daher bei Dämmerung oder bedecktem Himmel vergossen werden.

Die Nematoden dringen in die Körperöffnungen der Larven ein, sondern dort ein Bakterium ab und die Larve stirbt innerhalb von drei Tagen.

Experte im Studio:

Volker Kugel

Direktor Blühendes Barock Ludwigsburg

Letzte Änderung am: 03.08.2011, 15.01 Uhr

Themen der Sendung

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