aus der Sendung vom Mittwoch, 27.7.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Jedes Jahr das gleiche: nach der Blüte wird der Türkenmohn braun und welk und plötzlich ist er ganz verschwunden! Der Türkenmohn macht Sommerpause, wie einige andere Stauden z.B. tränendes Herz, Junkerlilie, Steppenkerze auch. Dadurch entsteht bei uns im Staudenbeet eine unerwünschte Lücke. In seiner ursprünglichen Heimat schützt ihn diese Eigenschaft im sehr heißen und trockenen Sommer zu überleben.
Vergleichbar und besser bekannt ist uns dieser ganz natürliche Lebenszyklus von Zwiebelpflanzen wie Tulpen und Narzissen. Im Herbst treibt der Türkenmohn dann wieder grüne Blätter, die auch während des Winters so bleiben. Diese besondere Eigenschaft sollte man allerdings beim Pflanzen des Türkenmohns berücksichtigen: er sollte nicht am Beetrand, sondern eher mittig gepflanzt werden. Herbstblühende Stauden, die den Mohn in ihrer Entwicklung sozusagen ablösen, sind als Partner ideal. Dazu gehören z.B. Bergastern, Fetthennen, Duftnesseln (Agastache) und Gräser wie Rutenhirse und Reiherfedergras. Damit die Mohnpflanze nicht in der Sommerpause im Boden verfault, sollte der Boden am besten locker und sandig sein. Zu viel Wasser, zum Beispiel in der Nähe von Rasensprengern, stört den Staudenmohn in seiner Ruhephase und kann zum Absterben führen.
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Letzte Änderung am: 17.06.2011, 23.32 Uhr