aus der Sendung vom Donnerstag, 21.7.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Wasser bedeutet Leben, das gilt im eigenen Garten nicht nur für das Gießwasser. Die Möglichkeiten des Teichbaus sind riesig: Vom Miniteich für Balkon und Terrasse, z.B. einer alten Badewanne oder einem alten Holzfass, angefangen über den klassischen kleinen Gartenteich mit schönen Wasserpflanzen, bis hin zum – nicht ganz billigen – aber um so schöneren Schwimmteich, der Entspannung und Abkühlung in einem bietet. Wenn die Teichanlage eine überschaubare Größe hat, ist es gar nicht so schwer die kleine Oase in Eigenarbeit anzulegen.
Die erste große Frage, wo soll er denn hin der Teich? Der richtige Standort für einen Gartenteich ist dort, wo sowohl Sonne als auch Schatten für günstige Klima- und Lichtverhältnisse sorgen. 5 bis 6 Stunden Sommersonne sind ein optimales Mittelmaß. Mit vereinten Kräften ist ein kleiner Folienteich an einem Tag ausgebuddelt, ausgelegt und bepflanzt. Größe und Umriss für einen Folienteich markieren Sie am besten mit einem Gartenschlauch - dann wird von außen nach innen die Teichgrube ausgehoben.
Das Ufer kann man zum Beispiel gut mit einer Kalksandsteinkante umranden. Ein sanftes Gefälle führt - in Stufen - zum tiefsten Punkt.
Moderne Teichfolien sind leicht, elastisch und trotzdem sehr haltbar. Wenn der Untergrund glatt ist und Sie außerdem eine schützende Sandschicht aufgetragen haben, können Sie auf zusätzliche Vliesschichten verzichten.
Als erste Pflanzen müssen die in den noch trockenen Teich gesetzt werden, die an die tiefste Stelle kommen, zum Beispiel Seerosen. Flachwasser- und Sumpfpflanzen folgen nach und nach.
Während Sie den Teich langsam mit gefiltertem Regenwasser füllen, muss die Folie immer wieder gerichtet und glatt über den Rand gezogen werden. Schließlich wird sie befestigt - zum Beispiel mit Feldsteinen. Sie werden sich später harmonisch in die Teichlandschaft einfügen und zwischen Uferpflanzen verschwinden. Der überstehende Rand darf keinesfalls durchgehend mit Erde bedeckt werden. Sie würde das Wasser mit ihren feinen Röhren, den Kapillaren, aus dem Teich saugen.
Wenn alle Pflanzmulden mit Wasserpflanzenerde aufgefüllt sind, wird die Folie endgültig zurecht geschnitten und kaschiert.
Je größer Sie Ihren Teich planen, um so einfacher ist es, ihn im biologischen Gleichgewicht zu halten. Der tiefste Punkt sollte bei 80 bis 120 cm liegen.
Experte im Studio:
Gärtnermeister
Letzte Änderung am: 10.06.2011, 23.35 Uhr