aus der Sendung vom Donnerstag, 30.6.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Schönmalve
Malven, das ist der Inbegriff ländlicher Gärten, alte Bauerngärten umrahmt von den großen Stauden mit ihren großen trichterförmigen Blüten. Wer z.B. eine Fahrradtour über die Dörfer der schwäbischen Alb macht, oder sich etwas Zeit nimmt die Bauernhäuser zwischen Donau und Bodensee etwas genauer anzuschauen, der wird sie noch finden: prächtig aufragende und üppig blühende Stockrosen in Vorgärten, die oft noch als Nutzgärten fungieren.

Stockrose
Der Standort der Stockrose sollte sonnig bis halbschattig sein: Sie verträgt trockene bis frische, nährstoffreiche, gut wasserdurchlässige, schwach saure bis alkalische Böden. Sie ist kalktolerierend bis kalkliebend und liebt wind- und wettergeschützte, warme Plätze.
Im Frühjahr (April/ Mai) sollten Sie die Stockrose düngen, da sie sehr viel Stickstoff für das Wachstum braucht; vor der Samenbildung oder nach dem Winter die Blütenstände der Stockrose schneiden. Sehr hohe Stockrosen brauchen eine Stützhilfe.
Die vielfältige Familie der Malvaceae bietet für jeden Geschmack etwas. Und auch wenn Sie den Stockrosen nicht die Bedingungen liefern können, die nötig wären. Sie müssen auf Malven nicht verzichten. Zum Beispiel die Malva sylvestris, völlig anspruchslos oder die wunderschöne blauen Sorte 'Marina'? Auch die duftende Malva moschata ist sehr anspruchslos. Ähnlich anspruchslos ist der hochwachsende Eibisch.
Expertin im Studio:
Gartenbauingenieurin
Letzte Änderung am: 20.05.2011, 23.32 Uhr