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Haushalts-Tipp Beschichtete Pfannen

aus der Sendung vom Mittwoch, 8.2. | 17.05 Uhr | SWR Fernsehen

Teflon-Pfanne

Die Geschichte der beschichteten Pfanne

Seit jeher rankt sich um die "Teflon-Pfanne" (wie die Pfanne meist genannt wird) eine Vielzahl, meist falscher, Gerüchte.
So wurde beispielsweise behauptet, dass Teflon ein Abfallprodukt aus der Weltraumforschung sei. Es gab die Pfanne jedoch lange vor der Rakete und Teflon wurde aus purem Zufall entdeckt. 1938 vergaß ein Chemiker ein Flasche mit dem Gas Tetrafluorethylen in den Kühlschrank zu stellen. Als er es bemerkte, hatte sich ein weißes halbdurchsichtiges Pulver (Polytetrafluorethylen) mit, wie sich herausstellen sollte, erstaunlichen Eigenschaften gebildet. Diese wurden bereits in den Fünfzigern erstmals im Haushalt genutzt. Schnell wurde die Teflonpfanne zum Statussymbol – bis das Gerücht entstand, dass Teflon Krebs erregen soll.
Viele Hersteller meiden deshalb tunlichst den Begriff "Teflon" –Pfanne, weshalb man von der "Antihaft-Pfanne" spricht.

Herstellungsarten des Grundkörpers

"Einfache" Pfannen
sind nur aus einem dünnen Blech gezogen. Dadurch können sich diese Pfannen beim Erhitzen verziehen, da sie nicht plan auf dem Kochfeld aufliegen. Leichte Pfannen verschwenden viel Energie darüber hinaus findet keine Wärmespeicherung statt.

"Bessere" Pfannen
besitzen einen stärkeren Boden. Zumeist im "Kukillenguss" (Formenguss)-Verfahren hergestellte Aluminium-Pfannen oder gezogene Edelstahl-Pfannen haben gegenüber der "einfacheren" Pfanne eine bessere Wärmeleitung. Doch auch hier bestehen z.T. im Boden immer noch gemessene Temperatur-Unterschiede (von der Mitte nach zum Rand gemessen) von 40 o - 60 o C. Dieser Temperatur-Unterschied wirkt sich natürlich auch auf das Bratergebnis negativ aus.

"Premium" Pfannen
aus Aluminium Druckguss (ähnlich Automobil Motoren) oder noch besser: aus Aluminium Druck-Schmiedeguss haben eine optimale Wärmeverteilung. Diese Pfannen haben nur ganz geringe Lufteinschlüsse, haben eine hohe Stabilität und sind daher auch schwerer. Ein Verziehen des Bodens ist bei diesem Verfahren unmöglich, da die Stärke des Bodens zwischen 6 und 8 mm liegt.
Häufig taucht beim Erhitzen das Problem des "Knallens und Springens" auf, d.h Wassertropfen sind am Pfannenboden und können nicht entweichen. Bei einigen Alu-Schmiedeguss-Pfannen wird das durch eine spezielle Fräsung des Pfannen-Unterbodens verhindert.
Auch werden durch diese speziellen konkaven Fräsungen die Pfannenböden beim Erhitzen in eine Richtung "gezwungen" sie werden plan und benötigen noch weniger Fette um die Oberfläche zu benetzen, da nichts an den Rand bzw. in die Mitte der Pfanne läuft.
Daneben werden im gehobenen Segment auch Edelstahl-Pfannen mit einem stärkeren Boden, einem sogenannten "Sandwichboden" (ein Boden mit mehreren, unterschiedlichen Lagen – z.B. Aluminium, Metall Kupfer) angeboten.

Oberflächen-Veredlung oder Beschichtung

So groß die Unterschiede bei den Herstellungsarten der Grundkörper sind, genauso groß sind die Unterschiede in der Art der Beschichtung:

"Einfache" Pfannen
Hier wird eine Folienbeschichtung oder eingeklebte Folien verwendet. Schon beim ersten falschen Gebrauch kann die Pfanne beschädigt und damit unbrauchbar werden. Denn durch die "Schnitte" können evtl. Lösemittel des Klebers an die Oberfläche treten.

Daneben werden noch dünne „lackierte“ Beschichtungen eingesetzt. Auch hier findet kaum eine dauerhafte Verbindung zum Grundmaterial statt, keine hohe Hitzebeständigkeit und somit keine lange Lebensdauer.

"Bessere" Pfannen
Bei besseren Pfannen sind die Beschichtungs-Stärken und die Art der Oberflächen-Veredlung entsprechend besser. Deshalb sind die Eigenschaften solcher Pfannen im Vergleich zu einfacheren Pfannen vorteilhafter.

"Premium" Pfannen
Bei diesen Pfannen wird zum Teil mit der "Lichtbogen-Kanone" ein Aluminium Titanium Oxyd Pulver mit hohem Druck und hoher Temperatur in das Grundmaterial "eingeschossen". Durch dieses Verfahren wird eine optimale Verbindung von Beschichtung und Grundmaterial erreicht, was bestmögliche und dauerhafte Langlebigkeit garantiert. Außerdem sind diese Pfannenböden extrem schnitt- und kratzfest.
Diese Oberfläche lässt sich auch beim Braten nicht überhitzen. Zwischenzeitlich gibt es Oberflächen mit „NANO -Technologie“ versehen, an denen nichts anhaften kann.

Achtung: Viele Hersteller nennen ihre Pfannen: "Titan-Pfannen" oder "Titan -beschichtete Pfanne". Diese Aussage darf getroffen werden egal wie viel Titan verarbeitet wurde. Pfannen aus reinem Titan gibt es nicht.

Letzte Änderung am: 07.02.2012, 16.18 Uhr

Haushalts-Tipp

Sendezeit Montags bis freitags

16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen

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