Schnelles Essen in schnellen Zeiten
aus der Sendung vom Montag, 6.2. | 17.05 Uhr | SWR Fernsehen

Zum Fast Food gehört alles, was man schnell auf die Hand bekommt: Hamburger, Big Mac, Pizza, Hot Dog, Pommes, Currywurst und Döner. Aber auch belegte Brötchen, Croissants und Butterbrezeln fallen in die Kategorie.
Der Gang von vielen Menschen ins Schnellrestaurant oder zur Imbissbude ist seit Jahrzehnten ungebremst. Das Werbebudget der Fast Food - Ketten ist sehr hoch, die Werbestrategien sind ausgeklügelt. Es wird mit vertrauten Prominenten und sozialer Kompetenz geworben. Frische, Herkunft und Gesundheit spielen dabei häufig eine prägnante Rolle, was bei vielen Verbrauchern das Gefühl einer gewissen Sicherheit weckt.
Im Prinzip fördert Fast Food die Gewichtszunahme, entscheidend ist jedoch die Menge. Fast Food enthält in der Regel viele Kalorien, aber nur wenige Ballaststoffe. Die Sachen sättigen also nicht richtig, Zusatzstoffe regen außerdem dazu an, noch mehr zu essen. Ein Beispiel: Eine Frau mit einem Gewicht von 65 kg hat einen täglichen Energiebedarf von ca. 2000 kcal. Verzehrt sie zum Beispiel ein durchschnittlich großes Menü mit kleiner Cola in einem Schnellrestaurant, hat sie schon die Hälfte - ca. 1000 kcal - ihres Tagesbedarfs erreicht.
Fast Food wird meist unbewusst verzehrt, quasi nebenbei. Häufig werden die Speisen nicht ausreichend gekaut, so dass kein Sättigungsgefühl eintreten kann. Dadurch haben wir wieder schneller Hunger oder essen von vornherein mehr.
Kalorienbomben sind übrigens nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Burger & Co. Auch ein harmlos scheinendes Brötchen, belegt mit Butter, Käse und Remoulade zum Beispiel, bringt schnell 400 kcal zusammen. Selbst eine Butterbrezel hat bereits 300 kcal, genauso viel wie ein Croissant. Und der vermeintlich kalorienarme Salatteller kann, bestückt mit dem entsprechenden Dressing, mit Käse, Ei, Wurst, zur regelrechten Fettfalle werden.
Obstsalate to go scheinen eine besonders gesunde, kalorienarme Möglichkeit des schnellen Essens zu sein. Jedoch: die vorgeschnittenen Obststückchen haben in der Regel keine Vitamine mehr, enthalten manchmal sogar Keime. Deshalb besser stehen lassen.
Die meisten Bäckereien bieten eine individuelle Bestückung belegter Brötchen an, so dass man die Mengen selbst kontrollieren kann.
Zur Not sind zwei kleine Müsli- oder Schokoriegel besser als z. B. ein Stück Pizza, Currywurst oder eine große Portion Pommes mit Mayonnaise. Die Riegel haben in der Regel ca. 220 kcal, das Stück Pizza ca. 450 kcal.
Der Döner ist eine vertretbare Fast Food Variante, sofern der Gemüseanteil höher ist als der Fleischanteil. Fettige Joghurtsaucen weglassen, sie können schon ca. 20 % der Energiemenge des Döners ausmachen. Achten Sie auf Qualität, Dumpingpreise - wie z.B. ein Döner für 2,50 Euro sollten misstrauisch machen.
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Letzte Änderung am: 30.12.2011, 23.17 Uhr