aus der Sendung vom Dienstag, 27.12.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

2012 wird alles anders! Ich ernähre mich gesund, treibe viel Sport, denke an alle Geburtstage und, und, und... Motivationstrainer wissen es allerdings etwas besser: Wichtig ist bei unseren guten Vorsätzen die Realität mit ins Spiel zu lassen. Je konkreter unsere Zielsetzung, desto realistischer ist es, dass wir es auch schaffen.
Für die Praxis heißt das: Jeden Dienstag gehe ich eine halbe Stunde laufen. Wichtig ist, dass sich ein Automatismus entwickeln kann. Irgendwann denke ich gar nicht mehr darüber nach. Dienstags abends lehne ich andere Termine ab. Denn da laufe ich. Basta.
Mit dem erreichen des Ziels, jeden Dienstag die Sportschuhe anzuziehen, wird ein Erfolgsgefühl spürbar und ich kann das Laufen und den Sport genießen. Das motiviert und macht Lust auf mehr...
Die Redewendung "Eigenlob stinkt" ist an dieser Stelle falsch. Gerade bei den eigenen Erwartungen und Zielsetzungen ist neben der Realität auch das Verständnis für sich selbst und Nachsicht angebracht. Wenn uns etwas gelingt ist es wichtig, dass wir uns das auch bewusst machen und uns selbst dafür wertschätzen. Wenn es schlecht läuft hilft ein wenig Nachsicht und Zeit um das Ziel wieder ins Auge zu fassen und einen erneuten Versuch zu starten. Denn scheitern ist erlaubt!
Wenn wir scheitern gilt es wieder an den Rahmenbedingungen zu drehen, bis wir Möglichkeiten schaffen, die es uns erleichtern unser Ziel wieder in greifbare Nähe zu rücken. Vielleicht passt es in der Familie insgesamt besser an einem anderen Wochentag. Vielleicht fällt es mir leichter morgens zu laufen, statt abends nach einem ereignisreichen Tag. Oder vielleicht gehe ich lieber jeden Tag flott spazieren, statt mit Joggingschuhen durch den Wald...
Expertin im Studio:
Coach und Heilpraktikerin
Letzte Änderung am: 18.11.2011, 23.16 Uhr