aus der Sendung vom Mittwoch, 7.12.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Zunächst sollte ein Optiker die Sehschärfenprüfung vornehmen. Durch das Vorhalten korrigierender Gläser kann die bestmögliche Korrektion ermittelt werden. Je kleiner die erkannten Zeichen sind, desto besser ist das Sehen definiert.
Die Sehschärfe ist abhängig von der Zahl der Sehzellen in der Netzhautmitte und vom richtigen Verhältnis von Augenachslänge zur Brechkraft von Linse und Hornhaut. Ist es ausgewogen, ist das Auge normalsichtig.
Mögliche Ursachen für eine Sehverschlechterung ist die Fehlsichtigkeit. Formen der Fehlsichtigkeit sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit. Bei der Fehlsichtigkeit besteht ein Missverhältnis zwischen brechenden Medien und Achslänge. Die Bündelung der Lichtstrahlen fällt entweder auf einen Punkt vor die Netzhaut (Kurzsichtigkeit), hinter der Netzhaut (Weitsichtigkeit) oder es entsteht auf der Netzhaut statt eines scharfen Punktes eine Linie (Stabsichtigkeit). Mit einer passenden Brille werden die einfallenden Lichtstrahlen in einem Netzhautpunkt gebündelt.
Wenn die Fähigkeit unserer Augen zur Naheinstellung abnimmt, benötigen wir eine Lesebrille. Um in der Ferne und auch in der Nähe scharf zu sehen, muss sich die Augenlinse ändern. durch das Muskelspiel des Ziliarmuskels wird sie mal kugelig, mal flacher. Im Laufe des Lebens nimmt die Muskelspannung ab, wir verlieren die Fähigkeit der Naheinstellung (Akkommodation). Eine Lesebrille gleicht dies aus.
Mit Einstärkenbrillen erreichen Sie scharfes Sehen nur in einer festgelegten Entfernung. mit einer Fernbrille sehen nur in größerer Entfernung scharf. Einstärkengläser werden auch als Spezialbrillen für Computerarbeit, Notenlesen oder als Lesebrille eingesetzt.
Sie ist die elegante Lösung für scharfes Sehen in fern und nah, denn sie besteht aus einem Fern- und einem Nahteil. Sogar in mittlerer Entfernung sieht man scharf.
Bifokalbrille und Trifokalbrillen sind die Alternative zur Gleitsichtbrille. Sie haben deutlich sichtbare Trennlinien zwischen den einzelnen Zonen.
Das A und O beim Tragen von Kontaktlinsen sind sorgfältige Handhabung und Hygiene. Außerdem ist eine halbjährliche Kontrolle beim Optiker oder Augenarzt wichtig, um Schäden am Auge durch das Tragen vorzubeugen.
Es gibt große Unterschiede bei Kontaktlinsenmaterialien und deren Sauerstoffdurchlässigkeit. Jahres-Kontaktlinsen sollten regelmäßig zusätzlich durch Proteinentfernung von Ablagerungen gereinigt werden. Das verlängert Haltbarkeit und Tragekomfort.
Tages-Kontaktlinsen verursachen die höchsten Materialkosten, haben aber den Vorteil, dass kein Pflegemittel verwendet werden muss.
Es gibt Tages-, Zwei-Wochen-, Monats- und Jahreslinsen. In jedem Fall sollte der empfohlene Wechselrhythmus eingehalten werden, sonst kann es zu Hornhautschäden durch überaltertes und unsauberes Material kommen.
Schweiß lässt die Brille von der Nase rutschen, Kontaktlinsen fühlen sich wie Fremdkörper an, Brille und Kontaktlinsen sind im Alltag, im Beruf und beim Sport einfach lästig. Das sind Gründe, warum Betroffene ihre Augen lasern lassen möchten.
Entscheidende Voraussetzungen für eine Operation sind: gesunde Augen, ausreichende Hornhautdicke, stabile Refraktionswerte – die Brillenstärke sollte sich während der letzten zwei Jahre nicht verändert haben.
Die Alterssichtigkeit lässt sich auch mit dem Augenlaser nicht korrigieren. auch die Variante ein Auge für die Nähe und das andere für die Ferne zu korrigieren ist mit Vorsicht zu betrachten. Bei der Alterssichtigkeit ist die Lesebrille wohl immer noch die beste Wahl.
Bei manchen Augenerkrankungen, beispielsweise der wiederkehrenden Hornhautabschürfung (Erosio), kann die Behandlung mit dem Laser hilfreich sein.
Die Laser-Operation macht Hoffnung, dass der Wunsch ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen erfüllt wird. Dabei darf aber nichts schief gehen. Ein erfahrener Operateur und neueste Lasertechnologie sind die wichtigen Voraussetzungen für ein exzellentes Operationsergebnis.
Expertin im Studio:
Optikerin
Letzte Änderung am: 28.10.2011, 23.32 Uhr