aus der Sendung vom Dienstag, 29.11.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Albträume gehören ganz allgemein gesehen zu den Angstträumen, die wir alle sicher immer wieder erleben. Nur die Intensität ist jeweils unterschiedlich. Angstträume werden insgesamt am meisten und besten erinnert, da wir danach erwachen. Je emotionsgeladener ein Traum ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ihn zu behalten.
Die Haltung "Träume sind Schäume" ist hier fehl am Platz. Denn die drastische Sprache eines Albtraumes will uns auf ein Problem, ein Hindernis aufmerksam machen, das wir offensichtlich im Alltag zur Seite schieben und versuchen zu verdrängen. Im Schlaf verarbeiten wir alle emotionalen Erlebnisse des Tages - Ängste, die wir bisher nicht wahrgenommen haben, können sich in Traumbildern ausdrücken.
Psychologen raten deshalb dazu, sich nach einem Angsttraum mit der symbolischen Bedeutung dessen zu beschäftigen, was uns Angst einjagt.
Beispiele dafür:
Was Sie verfolgt, möchte von Ihnen wahr- und angenommen werden. Es läuft Ihnen nach, um Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen.
Sie sollten eine Eigenschaft oder eine Verhaltensweise von sich ablegen, mit der Sie sich momentan noch identifizieren.
Ihre (unbewussten) aggressiven Regungen machen sich bemerkbar
Ihre Natur, das ist Ihre triebhafte Seite, ist unterdrückt und wendet sich gegen Sie.
Empfehlung von Konrad Lenz: Notieren Sie sich in Stichworten Ihren Angst- oder Albtraum. Schauen Sie sich diesen Traum morgens kurz an. Dann nehmen Sie sich abends Zeit, um sich ausführlich mit ihm zu beschäftigen. Der Erfahrung nach sollten Sie sich für diese Auseinandersetzung mit einem stark beängstigenden Traum mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Diese Beschäftigung mit dem Traum sollte geleitet werden von der Frage: "Was macht mir Angst?".
Buchtipps der Redaktion:
Experte im Studio:
Dipl. Psychologe
Letzte Änderung am: 21.10.2011, 23.32 Uhr