aus der Sendung vom Montag, 5.9.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Die Spülmaschine ist eines der wenigen Haushaltsgeräte, das recht wenige Verschleißteile hat, so dass das Spülergebnis an sich immer gleich gut sein müsste über die gesamte Lebensdauer der Maschine.
Vorausgesetzt natürlich auch, dass bestimmte Wartungsarbeiten, die man aber problemlos selber machen kann, auch immer wieder durchgeführt werden.
Zur Energieeinsparung sollte man überprüfen, ob die Spülmaschine an einen Warmwasseranschluss angeschlossen werden kann. Somit kann man rund 50% Strom sparen, der vorher dafür benutzt wurde, das kalte Wasser in der Spülmaschine zu erwärmen.
Studiogast Heinrich Jung kommt aus Mainz-Ingelheim und betreibt dort seit 1991 einen ungewöhnlichen Elektrogeräte-Reparaturbetrieb.
Jung vertritt die Ansicht, Reparieren und Wartung geht vor Wegwerfen oder Neukaufen. In einem Elektrogerät stecken jede Menge Energie und Rohstoffe, die für seine Herstellung aufgewendet wurden.
Außerdem stellt die Entsorgung alter Geräte ein zunehmendes Problem dar. Allein die Tatsache, dass ältere Geräte mehr Energie und Wasser bei ihrem Betrieb verbrauchen, rechtfertigt seiner Ansicht nach noch lange keinen Neukauf.
Die Neuproduktion eines Gerätes hat ja bereits viel Energie und Rohstoffe verbraucht, der Spareffekt durch neue Geräte wiegt diesen Verbrauch an Ressourcen nicht immer auf.
Die tägliche Erfahrung von Heinrich Jung: ältere Geräte sind oft viel stabiler und reparaturfreundlicher gebaut als neue!
Experte im Studio:
Haushaltsgerätetechniker und Elektromeister
Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.28 Uhr