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Heimwerken Spülmaschinenwartung

aus der Sendung vom Montag, 5.9.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Hände ordnen Geschirr in einer Spülmaschine

Die Spülmaschine ist eines der wenigen Haushaltsgeräte, das recht wenige Verschleißteile hat, so dass das Spülergebnis an sich immer gleich gut sein müsste über die gesamte Lebensdauer der Maschine.

Vorausgesetzt natürlich auch, dass bestimmte Wartungsarbeiten, die man aber problemlos selber machen kann, auch immer wieder durchgeführt werden.

  • Dazu gehört, die Wasserenthärtungsanlage richtig einzustellen und immer wieder bei Bedarf mit Enthärter-Salz zu befüllen.
  • Vor jedem Spülgang überprüfen, ob sich die Spülarme auch frei drehen können.
  • Es kommt immer wieder vor, dass kleine Fremdkörper wie z.B. kleine Kerne in die Spülarme gelangen. Das verhindert dann zum einen, dass das Spülwasser aus dem Spülarm gespritzt wird, zum anderen verhindert dass aber auch die Drehung des Spülarmes, die nur auf dem Rückstoßprinzip des durch die Düsen herausgespritzten Wasser basiert.
  • Hin und wieder sollte man die Maschine mit einem speziellen Spülmaschinenreiniger laufen lassen. In leerem Zustand lässt man die Spülmaschine mit dem Reiniger im Besteckkorb laufen. Mit diesem Reinigungsmittel werden auch die Schläuche in der Maschine und die sogenannten Wassertaschen in den Seitenwänden der Maschine gereinigt.

Zur Energieeinsparung sollte man überprüfen, ob die Spülmaschine an einen Warmwasseranschluss angeschlossen werden kann. Somit kann man rund 50% Strom sparen, der vorher dafür benutzt wurde, das kalte Wasser in der Spülmaschine zu erwärmen.

Studiogast Heinrich Jung kommt aus Mainz-Ingelheim und betreibt dort seit 1991 einen ungewöhnlichen Elektrogeräte-Reparaturbetrieb.

Jung vertritt die Ansicht, Reparieren und Wartung geht vor Wegwerfen oder Neukaufen. In einem Elektrogerät stecken jede Menge Energie und Rohstoffe, die für seine Herstellung aufgewendet wurden.

Außerdem stellt die Entsorgung alter Geräte ein zunehmendes Problem dar. Allein die Tatsache, dass ältere Geräte mehr Energie und Wasser bei ihrem Betrieb verbrauchen, rechtfertigt seiner Ansicht nach noch lange keinen Neukauf.
Die Neuproduktion eines Gerätes hat ja bereits viel Energie und Rohstoffe verbraucht, der Spareffekt durch neue Geräte wiegt diesen Verbrauch an Ressourcen nicht immer auf.

Die tägliche Erfahrung von Heinrich Jung: ältere Geräte sind oft viel stabiler und reparaturfreundlicher gebaut als neue!

Experte im Studio:

Heinrich Jung

Haushaltsgerätetechniker und Elektromeister

Letzte Änderung am: 05.08.2011, 23.28 Uhr

Themen der Sendung

Sendezeit Montags bis freitags

16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen

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Immer montags bis freitags von 12.15 bis 13.00 Uhr live im Ersten.