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Besser leben Videofilmen - Tipps und Tricks

aus der Sendung vom Donnerstag, 21.7.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen

Der Sommerurlaub nach Spanien ist schon gebucht, und die Videokamera soll auf jeden Fall mit. Da sie nicht schwer zu bedienen ist, kommt sie überall zum Einsatz. Man nimmt die Videokamera in die Hand, drückt auf Record und filmt drauf los. Doch spätestens beim Anschauen des Materials fallen dann die unruhigen Aufnahmen auf. Damit Ihr nächstes Urlaubsvideo noch schöner wird, hier einige nützliche Tipps von unserem Videoexperten Armin Hess.

Mit der Videokamera bleibt der Schlagermarathon fest im Blick

Kamerahaltung und Kameraführung

Schalten Sie den Bildstabilisator ein und nehmen Sie die Kamera fest in beide Hände. Stabilisieren Sie sich gegeben falls zusätzlich, z.B. mit dem Ellbogen auf dem Tisch oder mit dem Rücken an einer Wand. Nehmen Sie mehrere Positionen ein, damit Sie den Film später aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen können und ihn auch gut bearbeiten/schneiden können. Überlegen Sie sich vorher, was Sie filmen wollen. Ein roter Faden sollte zu erkennen sein. Freunde und Bekannte sollten auch ohne mündliche Erklärung sehen und verstehen, was und wo Sie gefilmt haben.

Schwenk

Der Schwenk meint das Bewegen der Kamera, um dem Zuschauer einen Überblick zu verschaffen. Von Hobbyfilmern wird er oft im Übermaß genutzt. Die Motive sind dann meistens unruhig und nicht eindeutig zu erkennen.
Dabei kann der Schwenk mehrere Einzelaufnahmen ersetzen. Ein Landschaftspanorama zum Beispiel kann durch einen Schwenk viel besser zur Geltung kommen.
Überlegen Sie sich, wann ein Schwenk sinnvoll ist und halten Sie vor und nach dem Schwenken Ruhepunkte ein. Wählen Sie zunächst ein Anfangs- und ein Endbild. Halten Sie die Kamera 2-3 Sekunden ruhig, dann schwenken Sie, und am Ende des Schwenkens halten Sie die Kamera wieder 2-3 Sekunden ruhig. Dabei sollten Sie die Kamera immer nur in eine Richtung schwenken und das vor allem nicht zu schnell.

Zoom

Wenn Sie auf einen Gegenstand zoomen, dann weisen Sie optisch auf etwas Wichtiges hin, z.B. auf eine Wandverzierung, die sie besonders hervorheben möchten. Der Einsatz des Zooms kann unruhige Bilder erzeugen. Deshalb sollten Sie sich vorab überlegen, wann ein Zoom sinnvoll ist.
Wenn Sie sich für eine Zoomfahrt entscheiden, dann versuchen Sie vor und nach jedem Zoom 2-3 Sekunden Ruhepunkte einzuhalten. Für alle anderen Zoomeinsätze zoomen Sie zuerst das zu filmende Objekt an und nehmen dann erst auf. Ihre Zoomfahrt ist dann nicht zu sehen. Verzichten Sie auf ständiges hin- und herzoomen.

Bildkomposition und mehr

Oft wirken Videomotive, wie z.B. ein Kirchturm, langweilig und nichtssagend. Das kann daran liegen, dass Objekte und Personen in die Bildmitte platziert werden. Das muss nicht immer so sein. Rückt man das Motiv ein wenig nach links oder rechts, so wirkt es harmonischer, spannender und ästhetischer. Wenn Sie ein Gesicht aufnehmen, achten Sie darauf, dass Sie die Augen auf eine imaginäre Linie setzen, die etwa ein Drittel unterhalb des oberen Bildrandes befindet. Diese ästhetische Regel nennt sich goldener Schnitt und stammt von Leonardo da Vinci.

Landschaftsaufnahmen wirken ohne Vordergrund meistens langweilig. Hier ist es wichtig, einen Vordergrund zu suchen, der dem Bild Raumtiefe verleiht und es plastischer wirken lässt, z.B. einen Baum oder einen Strauch.

Stören Sie sich nicht an Menschen, die durch Ihr Bild laufen. Sie bringen Bewegung ins Bild und machen es lebendiger. Vermeiden Sie bei Videoaufnahmen zu laute Hintergrundgeräusche und extrem abgeschnittene Menschen und Körperteile.

Experte im Studio:

Armin Hess

Amateur-Film- und Videoclub Nagold

Letzte Änderung am: 10.06.2011, 23.35 Uhr

Themen der Sendung

Sendezeit Montags bis freitags

16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen

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Immer montags bis freitags von 12.15 bis 13.00 Uhr live im Ersten.