aus der Sendung vom Dienstag, 31.5.2011 | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen
Im Yoga steht die Wirbelsäule im Mittelpunkt des Übens, denn schon die Menschen früher wussten, dass in der Wirbelsäule lebenswichtige Bahnen ziehen und die Lebensenergie in ihr zirkuliert.

Eine aufgerichtete, flexible Wirbelsäule erlaubt, dass die Lebensenergie sich im ganzen Körper ausbreiten kann. Ist der Mensch körperlich aufgerichtet und beweglich, wirkt sich dies auf den Geist aus: Die Atemräume sind frei, so dass genug Sauerstoff ins Gehirn gelangt – man fühlt sich wach und voller Energie, stabil und gleichzeitig flexibel. Im Yoga üben wir über den Körper ein, was wir geistig und seelisch sein möchten!
Die Wirbelsäule gibt unserer Gestalt die Struktur: Die Wirbelkörper (dazwischen die Bandscheiben) sind wie kostbare Perlen zu einer Kette aneinandergereiht – alle für sich beweglich. Im Inneren befindet sich das Rückenmark (und Nervenbahnen, Blutgefäße) – dieses lässt sich als Verlängerung des Gehirns verstehen: Wichtige körperliche Funktionen werden dort direkt gesteuert. Alles, was wir mit den Füßen und Beinen, Händen und Armen, sowie mit dem Kopf tun, hat Auswirkung auf die Wirbelsäule!
Unser Alltag zwingt uns oft zu einseitiger Bewegung und viel Sitzen, so dass die Wirbelsäule und die dazu gehörenden Muskeln starr, verspannt, gekrümmt oder instabil werden. Dieses wirkt sich auf den Atem und weiter auf das Gehirn aus: Lustlosigkeit, unflexibler Geist, Konzentrationsschwäche oder zu große Anspannung können die Folge sein.
Akute und chronische Rückenschmerzen sind ein häufiges Krankheitsbild der heutigen Zeit und verschiedene Studien haben bewiesen, dass Yoga ein Mittel ist, mit dem wir selbst etwas dagegen tun können!
Mit ein paar passenden Yogaübungen und einer verbesserten, vollständigen Atmung können sie in wenigen Minuten die Wirbelsäule beweglicher machen und mit einem wachen, entspannten und flexiblen Geist die nächste Herausforderung angehen!
Yoga-Lehrerin
Letzte Änderung am: 22.04.2011, 23.31 Uhr