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Tagesthema vom 18.01.2012 Grippe und Erkältung – wie schütze ich mich vor Ansteckung?

Frau schneuzt sich die Nase

Hände waschen ist das A und O. Aber bitte richtig, das bedeutet mit Seife und mindestens 20 Sekunden lang. Hilfe für das Einhalten der Zeit, verspricht eine Denksportaufgabe: Solange die Hände einseifen bis man gedanklich aufgezählt hat, was man am vergangenen Tag zum Frühstück, zu Mittag und zu Abend gegessen hat. Damit sich keine Routine einschleicht, kann die Aufgabe mit anderen alltäglichen Dingen, wie den letzten drei Telefonaten oder den Namen der Gäste der letzten Geburtstagsfeier, variiert werden.

Die Hand nicht schütteln: Den Händedruck zur Begrüßung zu verneinen, ist völlig in Ordnung. Wer sein Verhalten kurz kommentiert, das Gegenüber offen anlächelt und Augenkontakt sucht, dem wird mit Sicherheit Verständnis entgegen gebracht. Wenn sich das einfach nicht umsetzen lässt, sollte man vermeiden, das eigene Gesicht zu berühren. Die Krankheitserreger werden vor allem über die Schleimhäute in Mund und Nase übertragen.

Mittagsspaziergang: Ein Grund für die Schwächung des Immunsystems im Winter ist der Mangel an Bewegung an der frischen Luft. Warum also nicht in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang mit den Kollegen einlegen? Das beugt nicht nur Erkältungen vor, sondern macht auch den Kopf frei für einen effektiven Arbeitsnachmittag.
Regelmäßiges Lüften sorgt nicht nur für mehr belebenden Sauerstoff in der Zimmerluft, sondern auch für eine geringere Virenkonzentration. Denn krank wird man erst, wenn zu viele Viren in den Körper gelangen, die das Immunsystem nicht mehr bekämpft. Deshalb in Abständen von etwa zwei bis drei Stunden für fünf Minuten Stoßlüften.

Ausgewogene Ernährung: Neben Bewegung spielt Ernährung eine große Rolle für unsere Immunabwehr. Die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse á gut 100 Gramm zu verzehren, am besten in Bioqualität. Wenn das Vorhaben der vitaminreichen Mittagspause am unregelmäßigen Einkaufen scheitert, könnten ein Ökokisten-Abo hilfreich sein.

Heilkräuter-Tees trinken: Tee wird in der kalten Jahreszeit ohnehin häufiger getrunken. Ersetzen Sie den Beuteltee aus dem Supermarkt durch eine Heilteemischung mit getrockneten Heilkräutern aus dem eigenen Garten, der Apotheke oder dem Bioladen. Auch auf dem Balkon kann man Kräuter ziehen. Thymian, ein beliebtes Küchenkraut, hilft z.B. gut bei Husten.

Richtig niesen: Als Kinder haben die meisten gelernt, beim Niesen die Hand vor den Mund zu halten. Leider, denn diese Reaktion auf das Kitzeln in der Nase ist nicht gerade gesundheitsförderlich. Von der Hand verteilt man die Viren schnell in seinem Umfeld. Besser ist es, in die Ellenbeuge zu niesen, da diese im Gegensatz zur Hand nicht ständig in Kontakt mit Gegenständen oder Menschen ist.

Bakterienherde auf der Tastatur: Wer nicht glauben will, dass auf den meisten Computertastaturen mehr Keime als auf Toiletten zu finden sind, überlegt am besten mal kurz, was man während des Tippens so alles macht: Chips oder Kuchen essen? Akten sortieren? Die Haare zum Zopf binden? In Zukunft regelmäßig die Tastatur mit einem feuchten Einwegtuch und etwas Essigreiniger säubern. Gleiches gilt übrigens für das Telefon.

Von Zuhause arbeiten: In vielen Jobs ist das ortsunabhängige Arbeiten kein Problem. Wenn eine Erkältung im Anflug ist, ruhig mal einen Tag im Homeoffice verbringen. Das tut nicht nur der eigenen Genesung gut, sondern dient auch der Gesundheit der Kollegen. Ein herzhaftes Niesen kann sich nämlich in eine wahre Bazillenschleuder verwandeln: Die ausgestoßenen Viren fliegen bis zu fünf Meter weit und erreichen somit nicht nur den unmittelbaren Tischnachbarn.

Wenn alle Tipps nichts helfen und man schließlich doch krank wird, sollte man vor allem bei Infekten mit Fieber Bettruhe bewahren und sich unbedingt gut auskurieren. Da grippale Infekte oder Erkältungen meist viral bedingt sind, helfen Antibiotika nicht. Sie wirken nur gegen Bakterien. Den Heilungsprozess unterstützen können Sie mit pflanzlichen und homöopathsichen Mitteln. Auch Hausmittel wie Fußbäder, Wickel und Inhalationen haben sich bewährt.

Quelle: Kaffee oder Tee?

Letzte Änderung am: 17.01.2012, 15.44 Uhr

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