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Tagesthema vom 04.01.2012 Haut im Winter

Winter, für die Haut bedeutet das starke Belastung, da sie große Temperaturschwankungen ausgleichen muss. Denn draußen ist es kalt, nass und meistens trüb, innen aber überheizt und trocken. Auch falsch gewählte Kleidung, unter der man schwitzt, kann eine Ursache für auftretende Hautprobleme sein.

Frau mit Handschuhen

Die veränderten Bedürfnisse unserer Haut in der kalten Jahreszeit müssen erkannt werden, um der Haut zu helfen, wieder einen ausgeglichenen Zustand zurück zu gewinnen. Außerdem gilt der Pflege der Lippen, Hände, Nägel und Haare im Winter besondere Beachtung.

Die Haut im Winter

Bei vielen Menschen treten im Winter Hautprobleme auf. Neben der Kälte draußen strapazieren vor allen Dingen überheizte Räume und trockene Luft die Haut. Die Folgen sind Feuchtigkeitsverlust verbunden mit Spannungsgefühlen oder gar schuppenden Stellen.
Welche Ursachen führen zu der Entstehung von trockener Haut?
- eine vermehrte Abgabe von Feuchtigkeit aus der Haut
- ein Mangel an hauteigenen Feuchthaltefaktoren
- ein Mangel an Hautlipiden (Hautfetten)

Feuchtigkeitshaushalt

Eine wichtige Aufgabe der hauteigenen Hornschicht ist die Regulation des Feuchtigkeitshaushaltes. So soll vor allem die Abdunstung von Feuchtigkeit aus der Haut (transepidermaler Wasserverlust) verhindert werden. Ist die Barrierefunktion der Haut gestört, steigt der Feuchtigkeitsverlust an, und der Wassergehalt der Haut sinkt. Durch diese Austrocknung wird u.a. der Zusammenhalt der Hornzellen an der Hautoberfläche beeinträchtigt und es kommt zu einer verstärkten Abschuppung. Für das notwendige Wasserbindungsvermögen der Haut ist die Konzentration so genannter „Natürlicher Feuchthaltefaktoren“ (NMF) ausschlaggebend. Wichtige hauteigene Feuchthaltefaktoren sind u.a. Aminosäuren, Milchsäure, Harnstoff und verschiedene Salze.

Hautfette

Doch auch hauteigene Lipide sind wichtig, um die Feuchtigkeitsbalance der Haut aufrecht zu erhalten. Sie schützen u.a. vor unkontrolliertem Feuchtigkeitsverlust. Bei niedrigen Temperaturen drosseln die Talgdrüsen in der Haut ihre Produktion und es gelangen kaum mehr hauteigene Lipide an die Oberfläche. Zudem werden diese Hautlipide bei Kälte zähflüssiger und tragen dann nur noch ungenügend zur Rückfettung der Haut bei. Auch die Schweißporen sind verengt, da man nur selten ins Schwitzen kommt.
Typische Merkmale trockener Haut sind eine weißliche Verfärbung der Haut, vermehrte Schuppung, Rauhigkeit und häufig auch Juckreiz und Spannungsgefühle.

Ist es erst einmal so weit gekommen, gilt es, Faktoren, die die trockene Haut noch zusätzlich belasten, so gering wie möglich zu halten. Vermeiden Sie zu häufiges Duschen, heiße Bäder, alkalische Seifen oder entfettende Chemikalien so weit wie möglich.
Der zweite Schritt ist die ausreichende Versorgung der Haut mit Fett und Feuchtigkeit. Gerade im Winter ist deshalb zusätzliche Pflege unbedingt notwendig.
In der sonnenärmeren Jahreszeit erhöht sich auch die Lichtempfindlichkeit der Haut, da keine Lichtschwiele aufgebaut ist. Seit dem Herbst musste sich die Haut an weniger Licht gewöhnen und hat dadurch einen Mangel an Pigmentvorstufen. Deshalb sollten Sie auch im Winter darauf achten, bei Bedarf Pflegeprodukte mit einem geeigneten Lichtschutzfaktor zu verwenden.

Quelle: Kaffee oder Tee?

Letzte Änderung am: 03.01.2012, 16.21 Uhr

Tagesthema vom 04.01.2012

Sendezeit Montags bis freitags

16.05 Uhr bis 18.00 Uhr im SWR Fernsehen

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Immer montags bis freitags von 12.15 bis 13.00 Uhr live im Ersten.