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Schon zur eigenen Sicherheit, aber auch um andere zu schützen: Rodeln sollte man nur in dafür geeignetem Gelände, nicht im Straßenverkehr oder auf Skipisten. Denn man sitzt auf den Rodelschlitten recht tief und ist so „auf Augenhöhe“ mit Skistockspitzen. Loipen sind für Langläufer da, das sollte respektiert werden.
Natürlich immer dann, wenn ein Rodelverbotsschild aufgestellt ist. Wie z.B. auf Skipisten, Versorgungswegen der Pistengeräte oder ähnlichem. Schlitten waren ursprünglich Transportfahrzeuge. Das Wort ist von „Sliten“, dem altdeutschen Verb für „Gleiten“, abgeleitet. Ende des 19. Jahrhunderts begann man in der Schweiz, dem Heimatland des Schlittenfahrens, Schlitten auch als Freizeit- und Sportgerät zu nutzen. Auf die Schweiz als Heimatland des Schlittenfahrens weist der Zweitname des traditionellen Holzschlittens hin, der auch, "Davoser Schlitten" genannt wird. Rodeln hingegen ist ein bayrisches Wort und wird heute für die Wettkampfdisziplin gebraucht.
Schlittenfahren bietet nach wie vor den Reiz des Abenteuers: sich, mehr oder weniger ungebremst, einen Hang hinunter zu stürzen, ist mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Das erklärt sicherlich die Beliebtheit bei Kindern und Jugendlichen. Doch auch Erwachsene erfreuen sich dieses Vergnügens, verbunden mit der Freude an Bewegung in frischer Luft und an einer schönen, verschneiten Landschaft.
Schlittenfahren ist richtig sportlich: Der ganze Körper ist im Einsatz, das Herz-Kreislaufsystem wird aktiviert beim Bergaufgehen, die Muskeln werden beansprucht, und bei der Talfahrt sind zudem Koordination und Geschicklichkeit gefragt.
Wenn Sie einen Nachmittag lang Schlitten fahren, haben Sie nicht nur einige Kalorien verbraucht, sondern auch Ihr Immunsystem aktiviert. Gerade im Winter ist es wichtig, sich an der frischen Luft und im Freien zu bewegen.
Wenn Sie Ihren Schlitten vor der ersten Abfahrt eine ganze Weile gezogen haben, bevor Sie zum Hang kommen, haben Sie schon ein kleines Aufwärmprogramm absolviert. Tipp: Keinesfalls sollten Sie mit steifen oder gar kalten Gliedmaßen, z.B. nach einer längeren Autoanfahrt zum Rodelgelände, sofort den Hang hinunter sausen!
Da die Bein- und Hüftmuskeln gefordert sind, sollten Sie Übungen zur Vorbereitung machen.
Tipps zum ergonomischen Schlitten ziehen
Es ist wichtig, dass die Schnur ausreichend lang ist, damit beim Anziehen der Schlitten nicht angehoben wird. Schlittenziehen verlangt sehr viel Kraft im Bereich der Bauch - und Rückenmuskulatur - und kräftigt diese auch!
Um Fehlbelastungen, vor allem der Gelenke, vorzubeugen, ist es wichtig, die Körpermitte zu stabilisieren. Tipp: Spannen Sie bewusst ihre Bauchmuskeln an.
Wenn die Belastung größer ist, weil Sie zwei Kinder auf dem Schlitten ziehen oder es bergauf geht, ist es leichter, beim ersten Anziehen rückwärts zur Fahrtrichtung zu stehen.
Quelle: Kaffee oder Tee?
Letzte Änderung am: 19.12.2011, 11.15 Uhr