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Vielen Menschen ist nicht bewusst, welche gravierenden Folgen kranke Zähne und krankes Zahnfleisch haben. Der Grund: Erstaunlicherweise schmerzen die Zähne oft eine ganze Zeitlang nicht. Mitunter werden die Ursachen von Erkrankungen nicht in Verbindung mit einem „faulen“ Zahn gebracht. Manchmal gibt es psychische Probleme, wie Angst vor´m Zahnarzt. Die Folgen sind fatal, Nierenleiden, Gelenk- und Kopfschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden.

In unserem Körper sind nahezu alle Organe auch Knochen, Muskeln und Nerven über Blutgefäße miteinander verbunden. Lippen, Zähne, Zahnfleisch, Zunge, Kiefer, Schleimhäute bilden ein perfekt aufeinander programmiertes System. In die Mundhöhle gelangen nicht nur viele lebenswichtige Substanzen, sie ist auch ein Indikator für die Gesundheit. Auf Schleimhaut, Zahnfleisch und Zunge zeigen sich viele Krankheiten wie Infektionen.
In unserer Mundhöhle befinden sich mehr als 400 Bakterienarten, in einem Milliliter Speichel bis zu einer Milliarde. Einige siedeln sich im Zahnbelag an und je mehr sich dieser verdichtet, um so mehr wird der Zahnschmelz angegriffen, zerstört. Andere führen zu Entzündungen an Zahnwurzeln oder am Zahnfleisch.
Im Frühstadium spürt der Patient noch keine Schmerzen. Das körpereigene Immunsystem hält zunächst die Menge der Bakterien "in Schach". Dennoch können sie bereits Auswirkungen auf Organe und andere Teile des Körpers haben.
Eine Wurzelbehandlung ist notwendig, wenn Bakterien im Bereich der Wurzelspitze den Knochen langsam abbauen. Die Bakterien verbreiten sich über den Blutkreislauf im Organismus und können großen Schaden anrichten.
Eine bakterielle Zahnentzündung, medizinisch Parodontitis, führt zu Entzündungen der Zahnhälse, die den Knochen auflösen und dann zum Zahnverlust führen können. Auch über diesen Weg gelangen die Bakterien zu anderen Teilen im Körper.
Der Schwund des Zahnfleisches kann nur gestoppt, nicht rückgängig gemacht werden.
Auch wenn alle Schäden des Kauapparates beseitigt sind, können außerhalb des Kieferbereichs Krankheiten entstanden sein, die Einfluss auf den gesamten Organismus haben.
Untersuchungen u.a. der Columbia-Universität zeigen, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Bakterien, die Zahnfleischerkrankungen verursachen und verengten Blutgefäßen besteht. Entzündetes Zahnfleisch kann demzufolge ein Hinweis auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko sein.
Auch Nierenleiden, Gelenk- und Kopfschmerzen können Folgen von bakteriellen Befall an Zähnen und Zahnfleisch sein.
Selbst Muskeln oder Sehnen können durch die Bakterien von Zahnentzündungen so geschwächt werden, dass plötzliche Verletzungen auftreten können.
Parodontits, als Zahnentzündungen können Diabetes verschlimmern und das Risiko einer Frühgeburt erhöhen.
Die Pflege der Zähne, des Zahnfleischs, des gesamten Mundraumes ist wichtig, um Entzündungen vorzubeugen. Neben dem regelmäßigen Putzen, auch der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und Dentalbürsten, sind regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung unerlässlich.
Zahnfehlstellungen sollten reguliert werden, denn diese können auch die Anfälligkeit von Erkältungen erhöhen und Sprachfehler begünstigen. Auch nächtliches Zähneknirschen sollte ernst genommen werden, die Zähne werden geschädigt, aber dahinter steckt ein Ungleichgewicht der Seele.
Ein strahlendes Lächeln zeigt nicht nur gesunde Zähne, sondern ist auch Ausdruck und Spiegel der eigenen Gesundheit.
Quelle: Kaffee oder Tee?
Letzte Änderung am: 08.11.2011, 16.56 Uhr