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Wenn das Immunsystem mit einer starken Abwehr auch auf harmlose Stoffe unserer Umgebung reagiert, kann unser Körper eine Allergie entwickeln. Die Krankheitsbilder sind unterschiedlich und sehr vielfältig.

Die Haut, unser größtes Organ, umfasst den ganzen Körper. So können sich über den gesamten Körper Allergien ausbreiten. Die häufigste chronische Hauterkrankung in Deutschland ist Neurodermitis. Die Zahlen der Erkrankten steigen weiter. Dies trifft generell für Allergien zu.
Die Neurodermitis ist keine ansteckende, aber vererbbare Hauterkrankung. Es spielen allerdings viele Faktoren eine Rolle, ob die Krankheit tatsächlich ausbricht oder wie stark der Grad der jeweiligen Ausprägung ist. Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel, Medikamente, Tierhaare, Federn, Milben, Schweiß, Besiedlung der Haut mit Bakterien und psychisches Befinden sowie Klimafaktoren lösen, meist in Kombination, die charakteristischen Symptome wie trockene, raue Haut, Rötungen und Juckreiz aus. Exponierte Körperstellen sind Arm- und Beinbeugen, Ellenbogen, Handgelenke, Hals und Gesicht.
Neurodermitis zählt zum so genannten atopischen Formenkreis, deshalb auch die Bezeichnung atopische (anlagebedingte, allergische) Dermatits (Hauterkrankung) oder atopisches anlagebedingte, allergische) Ekzem (nichtinfektiöse, entzündliche Hautkrankheit mit Juckreiz). Zum atopischen Formenkreis gehören auch allergischer Schnupfen und allergisches Asthma. Bleiben die Erkrankungen des atopischen Formenkreis unbehandelt, ist es möglich, dass sie sich ausbreiten oder von einer Form in eine andere übergehen.
atopisch = Oberbegriff für anlagebedingte allergische Erkrankungen
Formenkreis = unterschiedliche Krankheiten haben den gleichen anlagebedingten allergischen Hintergrund, dadurch ist es möglich, dass sie sich ausbreiten oder von einer Form in eine andere übergehen.
Kommt die Haut durch äußere Anwendung oder über den Blutkreislauf mit einem Problemstoff in Verbindung, kann es bei Betroffenen zu einer allergischen Hautreaktion kommen.
Die Symptome sind angeschwollene, juckende Hautbereiche. Auslöser können Medikamente, aber auch andere Stoffe sein. Die Neigung zu dieser allergischen Reaktion kann angeboren sein. Tritt diese Reaktion im Hals- oder Atemwegsbereich auf, kann der Betroffene nicht nur unter Atemnot leiden, sondern auch ersticken.
Kennt man den auslösenden Stoff, kann die Allergie unter Kontrolle gebracht werden, wenn der Stoff (z.B. Nickel, Kosmetika, Chemikalien ect.) gemieden wird.
Durch den ersten Wespen- oder Bienenstich wird der Abwehrmechanismus des Immunsystems in Gang gesetzt. Kommt es nun zu einem erneuten Stich und somit wieder zum Kontakt mit dem Gift, reagiert der Körper automatisch mit heftigen Abwehrreaktionen. Diese können bis zum Kreislaufzusammenbruch führen. Man spricht von einem anaphylaktischen Schock. Symptome einer Wespen- und Bienenstich-Allergie sind:
Schwellung, Hautausschlag, Nesselausschlag, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Atemnot oder allergischer (anaphylaktischer) Schock.
Quelle: Kaffee oder Tee?
Letzte Änderung am: 30.08.2011, 16.12 Uhr