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Stuttgarter Besen 2010 - Die Gewinner Zum Heu-n-en schön!

Goldener Besen für Jungdichter Julian Heun

Was für ein Auftritt!  Julian Heun betrat beim Stuttgarter Besen zum ersten Mal in seinem Leben eine Kabarettbühne und räumte sofort die Pokalvitrine leer.

Die Kraft und Schönheit seiner ebenso unerbittlichen wie anrührenden Verse machten Jury und Publikum gleichermaßen sprachlos. Am Ende nahm der 19jährige Berliner den Goldenen Besen und den Publikumsbesen  mit nach Hause.



Knuth und Tucek, Julian Heun, PauL – Poesie aus Leidenschaft und Ulan und Bator (v.li.)

Knuth und Tucek, Julian Heun, PauL – Poesie aus Leidenschaft und Ulan und Bator (v.li.)

Seine scharf beobachtete und virtuos formulierte Lyrik berührte und begeisterte die Zuschauer. Formvollendet, tieftraurig und mit unglaublicher Souveränität trotz Tonausfall serviert. Julian Heun, bisher im Slam zuhause ist eine echte Entdeckung!

Laudatio

So jung und schon so traurig. Mit kaum zwanzig Jahren stellt Julian Heun die großen Fragen des Lebens mit großem Ernst und in gesetztem Wohl-klang. Dabei klingt er gleichzeitig klassisch und modern, tieftraurig und tragikomisch. Wer so tief schürft, soll hoch hinaus. Ein Besen für den Kabarettpoeten Julian Heun.





  • Dieter Moor und der Gewinner des Silbernen Besen: Max Uthoff (v.li.)Dieter Moor und der Gewinner des Silbernen Besen: Max Uthoff (v.li.)
  • Max UthoffMax Uthoff

Max Uthoff macht klassisches Kabarett aber wie: Mit leichtem Plauderton und feinem Understatement legt er an und trifft: Schwäbische Waffenbauer, lustwandelnde Jesuiten, pubertierende Nachwuchspolitiker. Ein Glück, dass er sich von der Juristerei abgewandt hat, um in die kabarettistischen Fußstapfen seine Vaters zu treten, der war einst Intendant des Münchner Rationaltheaters.

Laudatio

Alles was recht ist. Max Uthoff ist juristisch und sprachlich hochgerüstet So steigt er in die Bahn, zückt seine Präzisionswaffe und richtet sie im Heimatdialekt gegen die betulichen Todeslieferanten. Der Schuss sitzt. Die anderen auch. Ein Besen für den satirischen Scharfschützen Max Uthoff.






Den hölzernen Besen teilen sich drei Slam-Satiriker und zwei Dada Virtuosen - PauL /Ulan und Bator

  • PauL – Poesie aus LeidenschaftPauL – Poesie aus Leidenschaft
  • Ulan und BatorUlan und Bator

Poesie aus Leidenschaft: Christian Bumeder, Philip Scharrenberg und Christian Lange sind hochdekorierte Poetry Slammer. Als PauL vollführen sie im Trio auf der Bühne der Wagenhallen einen wilden Texttanz. Und erfinden so nebenbei das Kabarett neu im Geiste des Internets. Temporeich, und dicht choreografiert erclicken sie sich die Welt und den hölzernen Besen.

Laudatio

Wenn die Slam-Poeten von PauL durch das Netz surfen und das Kabarett anklicken, geht ein neues Fenster auf. Mit akrobatischem Körpereinsatz und poetischer Sprachgewalt. schaffen sie den satirische Download auf die Bühne. Ganz plötzlich hat Politkabarett eine zeitgemäße Form gefunden. Ein Besen für die Polit-Poeten von PauL



  • Ulan und BatorUlan und Bator
  • PauL – Poesie aus LeidenschaftPauL – Poesie aus Leidenschaft

Ulan und Bator machen Comedy im Geistes des Jazz, weit weg von den ausgetretenen Pfaden wie Ulan Bator von Mitteleuropa. Aus der Collage von Dialogfetzen, Slapstick und Kalauer entsteht schwuppdiwupp eine neue poetische Form. Die Jury war ebenso begeistert wie das Publikum und zückte den hölzernen Besen.

Laudatio

Sie sind die Meister des Irrsinns und die Virtuosen der Improvisation. Ulan und Bator musizieren mit Sprache und lauschen den Wörten versteckten Sinn und Unsinn ab, den sie sofort Szene setzen. Ist es höherer Blödsinn, so hat es doch Methode. Ein Besen für die Dada und Gaga Ingenieure Ulan und Bator.


Letzte Änderung am: 23.04.2010, 13.52 Uhr