Goldener Besen für Jungdichter Julian Heun
Was für ein Auftritt! Julian Heun betrat beim Stuttgarter Besen zum ersten Mal in seinem Leben eine Kabarettbühne und räumte sofort die Pokalvitrine leer.
Die Kraft und Schönheit seiner ebenso unerbittlichen wie anrührenden Verse machten Jury und Publikum gleichermaßen sprachlos. Am Ende nahm der 19jährige Berliner den Goldenen Besen und den Publikumsbesen mit nach Hause.
Seine scharf beobachtete und virtuos formulierte Lyrik berührte und begeisterte die Zuschauer. Formvollendet, tieftraurig und mit unglaublicher Souveränität trotz Tonausfall serviert. Julian Heun, bisher im Slam zuhause ist eine echte Entdeckung!
Dieter Moor und der Gewinner des Silbernen Besen: Max Uthoff (v.li.)
Max UthoffMax Uthoff macht klassisches Kabarett aber wie: Mit leichtem Plauderton und feinem Understatement legt er an und trifft: Schwäbische Waffenbauer, lustwandelnde Jesuiten, pubertierende Nachwuchspolitiker. Ein Glück, dass er sich von der Juristerei abgewandt hat, um in die kabarettistischen Fußstapfen seine Vaters zu treten, der war einst Intendant des Münchner Rationaltheaters.
Laudatio
PauL – Poesie aus Leidenschaft
Ulan und BatorPoesie aus Leidenschaft: Christian Bumeder, Philip Scharrenberg und Christian Lange sind hochdekorierte Poetry Slammer. Als PauL vollführen sie im Trio auf der Bühne der Wagenhallen einen wilden Texttanz. Und erfinden so nebenbei das Kabarett neu im Geiste des Internets. Temporeich, und dicht choreografiert erclicken sie sich die Welt und den hölzernen Besen.
Ulan und Bator
PauL – Poesie aus LeidenschaftUlan und Bator machen Comedy im Geistes des Jazz, weit weg von den ausgetretenen Pfaden wie Ulan Bator von Mitteleuropa. Aus der Collage von Dialogfetzen, Slapstick und Kalauer entsteht schwuppdiwupp eine neue poetische Form. Die Jury war ebenso begeistert wie das Publikum und zückte den hölzernen Besen.
Letzte Änderung am: 23.04.2010, 13.52 Uhr