Der Stuttgarter Besen hat eine klare Siegerin : Carmela de Feo ließ mit einem fulminanten Auftritt die Wagenhallen erbeben, Publikum und Jury waren gleichermaßen aus dem Häuschen und bekränzten La Signora mit dem Goldenen Besen und dem Publikumspreis.

Carmela de Feo
Carmela de Feo ließ mit einem fulminanten Auftritt die Wagenhallen erbeben, Publikum und Jury waren gleichermaßen aus dem Häuschen und bekränzten La Signora mit dem Goldenen Besen und dem Publikumspreis.
Die Laudatio der Jury: Sie rockt das Haus und stalkt ihr Publikum. Carmela de Feo ist eine kabarettistische Rampensau mit Espressofahne, eine Figur von bezwingendem Temperament. Selten war Erotik so komisch und Komik so sexy. Der Besen für die heißblütige Komödiantin mit Migrationshintergrund Carmela de Feo.

Andreas "Spider" Krenzke, Gewinner des silbernen Besen
Absurde Welten - lakonisch serviert. Das war das Erfolgrezept von Vorleser Andreas "Spider" Krenzke. Seine gut originellen Geschichten vorgetragen mit unnachahmlicher Berliner Lässigkeit bescherten ihm den Silbernen Besen.
Die Laudatio der Jury: Andreas „Spider“ Krenzke denkt liebgewordene Klischees und Plattituden konsequent zuende und entspinnt dabei wunderbar skurrile Welten Von malochenden Münzen und spießigen Sprayern. Kluge Gedanken vollendet verfremdet serviert. Ein Besen für den lässigen Analytiker, Andreas „Spider“ Krenzke.

Nepo Fitz, Gewinner des hölzernen Besen
Den hölzernen Besen teilten sich ein junger Wirbelwind aus dem Süden mit drei coolen Könnern aus dem Norden. Der Münchner Nepo Fitz, eröffnete den Abend mit einem fulminanten Parforceritt durch die Provinz. Singen, Tanzen, Schauspiel, Klavier - immer Vollgas, ganz die Mutter.
Die Laudatio der Jury: Nepo Fitz: Die Satire hat Nepo Fitz mit der Muttermilch aufgesogen. Was das Landei daraus macht ist allererste Sahne: Wenn Rap und Net Down Under in Bayern aufschlagen, blamieren sich Provinz und Metropole gegenseitig. Einfach – und hinreißend. Einen Besen für den komischen Wirbelwind Nepo Fitz.

Bidla Buh (Olaf Klindtwort, Hans Torge Bollert, Jan-Frederick Behrend), Gewinner des hölzernen Besen
Die drei Hamburger von Bidla Buh setzten beim Besen Wettbewerb den eleganten Schlusspunkt. Sie entstauben die Musikcomedy bis am Ende die kleinen grünen Kaktusse rauchen und die Teller fliegen.
Die Laudatio der Jury: Bidla Buh: Bidlah Buh, das ist Musik von Gestern mit dem Witz von Heute. Kurz: die Comedy von Morgen. Torge Billert, Olaf Lindtwordt und Jan Frederik Berend haben die Musik-Komik um einen wunderbar schrägen Klangkörper erweitert. Ein Besen für die Drei von der Sangstelle.

v.l.: Carmela de Feo, Nepo Fitz, Bidla Buh (Olaf Klindtwort, Hans Torge Bollert, Jan-Frederick Behrend), Andreas "Spider" Krenzke, Dieter Moor.
Letzte Änderung am: 18.03.2009, 17.25 Uhr
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