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Hintergrund: was ist die Gülenbewegung? / Lasst uns über Sicherheit reden – über den Umgang mit der Gefahr / Algerien - sicheres Herkunftsland?

Gespalten - Türken in Deutschland zum Putschversuch Türkei

"Als Geschenk Gottes" hat der türkische Staatspräsident Erdogan den Putschversuch bezeichnet. Er nutzt die Gelegenheit
für eine Säuberungsaktion, die ihres gleichen sucht. Erdogan geht als Gewinner hervor, baut seine Macht weiter aus. Zwischen Erdogan-Befürwortern und Kritikern wird die Kluft immer größer. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die türkische Community in Deutschland, die größte Migrantengruppe hierzulande überhaupt – mit knapp drei Millionen. Sie sind gespalten. Cüneyt Özadali hat sich umgehört.

Hintergrund: was ist die Gülenbewegung

Hände weg von der Presse und Justiz – ein frommer Wunsch, könnte man denken, angesichts dessen, was in der Türkei gerade läuft. Betroffen sind mittlerweile auch die Universitäten – im Prinzip das gesamte intellektuelle Leben der Türkei. Erdogan macht für den Putschversuch den Islamprediger Fetullah Gülen verantwortlich. Gülen-Anhänger gibt es auch in Deutschland  - darüber hat Anna Koktsidou mit ihrem Kollegen Utku Pazarkaya gesprochen. Und ihn als erstes gefragt, wie der Konflikt zwischen Erdogan und Gülen die türkische Community hier beeinflusst?

Lasst uns über Sicherheit reden – über den Umgang mit der Gefahr

Wir leben in sehr bewegten Zeiten. Zuerst erschütterte uns der Anschlag in Nizza, dann erschreckte uns der Putschversuch in der Türkei. Und dann, kurze Zeit später, die Attacken mit der Axt in Würzburg. Ausgeführt von einem jungen Flüchtling. Kanzleramtsminister Peter Altmaier ist der Meinung: von Flüchtlingen gehe keine erhöhte Terrorgefahr aus. Klar, die totale Sicherheit gibt es nicht – aber Fragen müssen erlaubt sein, meint unser Berliner Korrespondent Matthias Zahn.

Algerien - sicheres Herkunftsland? - Antworten aus Algier

Gerade die Ereignisse an Silvester haben die Diskussion angefacht, ob die die drei Maghrebstaaten Tunesien, Algerien und Marokko sichere Herkunftsländer sind oder nicht. Viele der Täter stammen nämlich aus diesen Ländern, einige sind als Asylbewerber hier. Bisher erhalten Flüchtlinge aus diesen Ländern selten den Asylstatus. Die Entscheidung darüber wurde auf den Herbst verschoben.  Es gibt viele Stimmen hierzulande, die z.B. Algerien nicht als sicheres Land sehen.  In Algerien wundert man sich über die Diskussion. Und ist darüber gespaltener Meinung. Einerseits scheint alles wunderbar zu funktionieren. Andererseits geraten immer mehr Aktivisten oder die Presse unter Druck. Aus Algier berichtete Stefan Ehlert:

Perspektiven schaffen - Vetter Pharma in Ravensburg integriert Flüchtlinge

Die vielen Flüchtlinge, die ins Land gekommen sind, zu integrieren – mit ihnen gemeinsam Perspektiven für ihre Zukunft schaffen, das bleibt eine Herausforderung.  Die Menschen müssen lernen, mit dem Leben hier zurechtzukommen, sie werden eine Wohnung brauchen und eine Arbeit. Dafür brauchen sie die Sprache und am besten auch eine Qualifikation. Viele Flüchtlinge müssen sich darauf einstellen, dass es Jahre dauern kann, bis es soweit ist. Doch bei manchen geht es doch erstaunlich schnell – vielleicht, weil Unternehmen bereit sind, ihre Türen zu öffnen. Wie die Firma Vetter Pharma in Ravensburg. Dort arbeiten nun mehrere Syrer. Auch die 27jährige Ola Bougha. Näheres von Dirk Polzin:  

Statt „Du“ und „Sie“ - Höflichkeit in amerikanischen Unternehmen

Und nun eine weitere Lektion in Sachen Interkultur: diesmal geht es um die englische Sprache: Man lernt ja schon in der Schule, dass es im Englischen kein "Du" oder "Sie" als Anrede gibt, sondern nur das "You". Das heißt aber nicht, dass man mit Gott und der Welt verbrüdert ist. Vielmehr hat auch die angelsächsische Welt Mittel und Wege, um im sprachlichen Umgang für Distanz zu sorgen. Ein Blick in die USA, genauer gesagt nach Kalifornien: Dort hat sich unser Korrespondent Wolfgang Stuflesser in seinem Freundeskreis umgehört: