Die Themen des 12. Medienforums Migration: 50 Jahre Deutschland-Türkei, die Folgen der Sarrazin-Debatte und die Migration als Folge der Ereignisse in der arabischen Welt und in Japan.
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Heute vor genau 50 Jahren wurde Deutschland die Mauer gebaut, die nicht nur die Stadt Berlin sondern auch das gesamte Land 29 Jahre lang geteilt hat. Inzwischen ist das Bauwerk, das laut Erich Honecker noch 100 Jahre halten sollte, längst Geschichte. Zum Glück. Aber, auch wenn man es kaum glauben mag, es gibt immer noch Länder und zwar mitten in Europa, die im Jahr 2011, immer noch geteilt sind. Zypern, mitten in Europa, ist immer noch ein geteiltes Land, und das seit 1974, also seit 37 Jahren. Auch wenn man die deutsch-deutsche und die inner-zyprische Teilung nicht direkt miteinander vergleichen kann, es gibt Parallelen. Steffen Wurzel berichtet.
Zypern: Nach 37 Jahren immer noch ein geteiltes Land
Wichtiges Thema in dieser Woche war und ist immer noch die Krawalle in Großbritannien. Sie nehmen immer noch kein Ende, im Gegenteil, im Laufe dieser Woche haben sie sich sogar immer mehr ausgeweitet. Und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es sich bei den Randalierern und Plünderern vorwiegend um Jugendliche aus den Gangs der Vorstadt-Ghettos handelt. Der Londoner Sozialexperte Gavin Poole nennt sie "eine verlorene Generation". Die britische Regierung entstammt dagegen fast ohne Ausnahme der reichen, privilegierten Oberschicht des Landes. Von den Jugendlichen, die in den vergangenen Tagen randaliert haben, trennen sie Welten. Barbara Wesel berichtet.
Krawalle in England - Klassengesellschaft: Die da oben und die da unten
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Mexikos Ureinwohner zwischen Tradition und Moderne
Am vergangenen Dienstag war der Welttag der indigenen Völker. Ein Tag, der an die Probleme dieser Menschen aufmerksam machen soll. Denn rund 350 bis 400 Millionen Menschen gehören weltweit zu den indigenen Völkern. Sie machen also etwa 5 Prozent der Weltbevölkerung aus, und trotzdem werden sie immer wieder verdrängt und benachteiligt. In Mexiko zum Beispiel leben die meisten in Elendsvierteln, fern von Bildung, sozialen Leistungen oder Gesundheitswesen. Viele Ureinwohner Mexikos treibt daher die Hoffnung auf ein besseres Leben in die Hauptstadt. Aber dort angekommen, geht es mit schlechter Arbeit und Diskriminierung eher ums reine Überleben. Aus Mexiko berichtet Patrick Bauer:
Mexikos Ureinwohner zwischen Tradition und Moderne
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Neues Selbstbewusstsein nötig? Zur Situation der indigenen Völker heute
Am Dienstag war Welttag der indigenen Völker. Ein Tag, der von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde und auf die Lebensumstände dieser Menschen aufmerksam machen soll. Genau das macht seit vielen Jahren die Organisation Survival International - als einzige Organisation weltweit. Zu diesem Thema sprach ich in dieser Woche mit Alice Bayer von Survival International. Indigene Völker werden halt immer noch gewaltsam angegriffen, vertrieben, manchmal getötet. Deswegen die erste Frage an Alice Bayer: Wie ist ihre aktuelle Lage? Wie wird mit ihnen umgegangen?
Neues Selbstbewusstsein nötig? Zur Situation der indigenen Völker heute
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Friedensdienst von "unten" – Junge Deutsche, Palästinenser und Israelis treffen sich im Rahmen eines Bildungsprojekts in Kaub am Mittelrhein
In ihrer Region sind sie seit Jahrzehnten zerstritten und bekriegen sich. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hält bis heute unvermindert an. Viele der Jungen wollen aber keinen Krieg und keinen Hass mehr. Deswegen ist eine kleine Gruppe junger israelische Juden und palästinensischer Moslems jetzt gemeinsam nach Deutschland geflogen – für einen Austausch der Kulturen und Religionen im nördlichen Rheinland-Pfalz – in Kaub am Rhein. Carina Kopp hat sie bei einem gemeinsamen Abendessen in der Kauber Herberge Elsenburg getroffen.
Friedensdienst von "unten" - Trinationaler Austausch am Rhein
Zum Schluss gehen nach "Bella Italia", in die berühmte "Arena di Verona". Dort finden zur Zeit die Opernfestspiele. Und ich denke, allein wegen dieser historischer Kulisse in der Stadt von Romeo und Julia lohnt es sich irgendwann mal dort eine der großen Inszenierungen gesehen zu haben. Unter anderem auf dem Programm: Eine der berühmtesten Opern von Giuseppe Verdi, nämlich Aida. Noch bis zum 3. September gehen die Opernfestspiele in der berühmten Arena di Verona. Tony Mazzaro war für uns dort.