Die Themen des 12. Medienforums Migration: 50 Jahre Deutschland-Türkei, die Folgen der Sarrazin-Debatte und die Migration als Folge der Ereignisse in der arabischen Welt und in Japan.
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Die Afrika - Reise der Bundeskanzlerin diese Woche hat noch einmal den Fokus auf Länder gelegt, in denen die Menschen tagtäglich ums Überleben kämpfen. Beispiel Somalia: Kein Wasser, kein Essen und auch keine Hoffnung auf Besserung. So kann man die Lage dort beschreiben. Die Dürre hat die Felder ausgetrocknet und auch die Tiere sind gestorben. Zudem sind die Lebensmittelpreise auf den Märkten explodiert. Zehntausende Menschen fliehen vor dem Hunger in die Nachbarländer Äthiopien und Kenia. Die Flüchtlingslager dort sind überfüllt. So wie Dadaàb, das größte Flüchtlingslager der Welt in Kenia. Ein Beitrag von Antje Diekhans.
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Vorhersehbare Katastrophe – der Umgang mit der Not in Afrika
Über die Lage in Ostafrika und die Ursachen, wieso es mal wieder zu dieser Katastrophe kommen konnte und darüber, wie Hilfe für Afrika aussehen muss, hat SWR International mit Klaus Töpfer, gesprochen, der heute Direktor des Forschungsinstituts für Klimawandel in Potsdam ist. Klaus Töpfer ist uns aber auch in Erinnerung als Bundesumweltminister und als Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Mit ihm sprach Dimi Triantafillu.
Gespräch mit Klaus Töpfer, Direktor des Forschungsinstituts für Klimawandel
In Argentinien ist Ende der Woche wieder einer der großen Strafprozesse gegen die Verbrechen der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 zu Ende gegangen. Dieses Mal ging es um die schweren Verbrechen, die im Folterlager Vesùbio verübt wurden; dort ist auch die deutsche Soziologin und Tübinger Theologentochter Elisabeth Käsemann grausam gefoltert worden, und später ermordet. Nach über 30 Jahren Straflosigkeit bekamen die verantwortlichen Militärs jetzt hohe Haftstrafen. Späte Gerechtigkeit? Diana Deutschle berichtet.
Immer mehr Migranten verbringen ihren Lebensabend in Deutschland. Und immer häufiger werden sie nicht mehr von der Familie versorgt, sondern in einem Pflegeheim. Das stellt diese Einrichtungen vor neue Herausforderungen: denn türkische, italienische oder griechische Bewohner brauchen ein Pflegekonzept, das auch auf ihren kulturellen Hintergrund abgestimmt ist. In der Heilbronner Seniorenresidenz Neckarterrassen bieten die Mitarbeiter deshalb „interkulturelle Pflege“ an. Angelika Hensolt hat die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes besucht.
Interkulturelle Pflege im Alter - eine Seniorenresidenz in Heilbronn
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Kultursensible Pflege – was gehört dazu?
Der Umgang mit der Vielfalt auch im Alter – das wird immer wichtiger. Denn immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund werden auch in Altenheimen gepflegt. Kultursensible Pflege lautet das Stichwort. Darüber hat Dimi Triantafillu mit Ramazan Salman gesprochen. Der Medizinsoziologe ist Geschäftsführer und Mitbegründer des Ethno-Medizinischen Zentrums in Hannover.
Kultursensible Pflege - Gespräch mit Ramazan Salman, Ethno-Medizinisches Zentrum Hannover
Der Fußball – wochenlang hat er uns beschäftigt, nun stehen wir vor dem Finale. Wir haben gesehen: auch im Fußball steckt jede Menge Integrationspotential. Namen wie Mesut Özil und Sami Khedira haben es ja schon bei den Männern gezeigt, hinzugekommen sind nun Selia Okoyino oder Lira Bajramaj aus der Frauen-Nationalmannschaft. Sie alle zeigen: Ein gemeinsames Ziel beim Mannschaftssport verbindet – und es ist völlig egal, welcher Herkunft die einzelnen Mitspieler sind. Inzwischen spielen in den Vereinen des Deutschen Fußball-Bundes mehr als eine Million Mädchen und Frauen. Darunter sind auch immer mehr Mädchen mit Migrationshintergrund, wie das folgende Beispiel von Utku Pazarkaya zeigt.
Frauenfußball und Integration - Einwandererkinder beim TV Zazenhausen
Wenn vom portugiesischen Fado die Rede ist, denkt man unwillkürlich an Trauer, Melancholie und atlantische Sehnsucht. Dass der Fado auch Freude, Lebenslust und Zuversicht verbreiten kann – das versucht eine neue Generation von portugiesischen Musikern zu vermitteln. Die Stars der Szene nennen sich "Orquestrada". Sebastian Bargon hat die Band diese Woche beim Freiburger Zelt-Musik-Festival getroffen.