Die Themen des 12. Medienforums Migration: 50 Jahre Deutschland-Türkei, die Folgen der Sarrazin-Debatte und die Migration als Folge der Ereignisse in der arabischen Welt und in Japan.
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Wettbewerb um die besten Köpfe - vor zehn Jahren wurde die Green Card eingeführt
Vor genau zehn Jahren, im Juli 2000, passierte die sogenannte Greencard-Regelung den Bundesrat. Das Ziel lautete: Ausländische Experten für die IT-Branche anzuwerben - und das möglichst unbürokratisch. Denn im Wettbewerb um die klugen Köpfe, stand das Exportland Deutschland schwach da. Die Greencard sollte dass ändern. Mit ihr begann zugleich eine Debatte über Arbeitsmigration. "Kinder statt Inder" – lautete beispielsweise die Forderung des CDU-Politikers Jürgen Rüttgers. Es zeigte sich aber: weder für Inder noch für andere Computerspezialisten war Deutschland so wahnsinnig attraktiv. Das Modell lief bis 2004. Seitdem regelt das Zuwanderungsgesetz die Einreise von Fachkräften. Cüneyt Özadali blickt zurück.
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Licht und Schatten der Migration - OECD Migrationsausblick 2010
Leichte Verbesserungen scheint es im Wettbewerb um die klugen Köpfe zu geben – zumindest geht das aus dem Migrationsausblick 2010, den die OECD diese Woche veröffentlicht hat, hervor. Danach hat die weltweite Wirtschaftskrise in Deutschland die Arbeitsmarktchancen von Migranten kaum beeinflusst. Im Übrigen auch nicht bei den weniger Qualifizierten. Bei Frauen aus Zuwandererfamilien zeichnet sich sogar eine Zunahme der Erwerbstätigkeit ab. Über die Auswertung für Deutschland hat Dimi Triantafillu mit Thomas Liebig, Migrationsexperte der OECD, gesprochen.
OECD Migrationsausblick 2010, Interview Thomas Liebig
Ein weiteres Thema, das kontrovers diskutiert wird, ist das Asylrecht. Seit den Einschränkungen, die Deutschland eingeführt hat, sind die Zahlen hierzulande erheblich zurückgegangen. Den Hauptstrom an Asylsuchenden müssen inzwischen diejenigen Länder bewältigen, die die Außengrenzen de EU bilden: Spanien oder Griechenland zum Beispiel. Auch die Anerkennungsquoten sind von Land zu Land höchst unterschiedlich: ein Afghane hat in Griechenland so gut wie keine Chance anerkannt zu werden, in Schweden dagegen schon. Die EU-Kommission will deswegen bis 2012 ein einheitliches Asylrecht durchsetzen. Ein ehrgeiziges Ziel, denn der Streit ist vorprogrammiert. Details zu den EU-Plänen von Martin Bohne aus Brüssel.
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Ehrenamt - Freiwillige Feuerwehr und DRK in Tübingen werben um Migranten
Nicht nur in der Computerbranche – selbst bei der Feuerwehr und den Rettungssanitätern klagt man über Nachwuchsmangel. Und so wie dort, ist es auch hier: man schaut nach den Migranten. Doch deren Beteiligung an deutschen Hilfsorganisationen ist sehr gering: nur etwa ein Prozent der Migranten sind ehrenamtlich tätig - gegenüber drei Prozent der Deutschen. Woran liegt das, fragte sich eine Forschergruppe der Universität Tübingen und begab sich auf die Suche nach Gründen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung sind jetzt in einer Broschüre mit dem Titel: "Meier.Müller.Shahadat - Migranten bei der Feuerwehr und dem Roten Kreuz" veröffentlicht worden. Anette Hübsch berichtet.
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Ausgezeichnet - Erster italienischer Eisverkäufer von Heilbronn erhält Goldmünze der Stadt
Gewonnen haben auch die Heilbronner – und zwar mit dem Eiscafé Presutti – in dieser Stadt mittlerweile eine Institution. Seit knapp fünfzig Jahren gibt es dort leckeres italienisches Eis. Der Inhaber ist der 86-jährige Enzo Presutti. Der Neapolitaner kam als einer der ersten, nämlich Ende 1949 als Gastarbeiter nach Heilbronn. Zunächst – wie so viele – nur für ein paar Jahre. Daraus wurden, wie man heute sieht, Jahrzehnte. Presutti macht nicht nur Eis, sondern er spielte Fußball und engagierte sich für seine Landsleute. Denn Sozialbetreuungsstellen gab es damals keine in Heilbronn. Deswegen hat Enzo Presutti die Goldene Münze der Stadt verliehen bekommen.
Chinatown und Maghreb-Viertel - Stadtführung durch das multikulturelle Paris
Paris ist ein beliebtes Touristenziel: ob Eiffelturm oder Notre Dame, ob Oper oder Louvre – an Sehenswürdigkeiten ist die Metropole gewiss nicht arm. Das moderne Gesicht von Paris ist aber auch geprägt von den Migranten, die dort leben und die zum Teil das Erbe der französischen Geschichte sind - wie etwa die Menschen aus dem Maghreb oder aus Afrika. Außerdem haben sich viele Einwanderer aus Asien in Paris niedergelassen. Alle diese Menschen geben den Vierteln der Stadt ein anderes Gesicht. Es lohnt sich, auf eine Besichtigungstour durch den multikulturellen Teil der Seine-Metropole zu gehen - ein Metro-Ticket genügt und Sie können in Paris die ganze Welt bereisen. Martina Zimmermann hat uns auf die Rundreise genommen.