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"Ich wache auf aus einem tiefen Schlaf. Schnell kommt das ganze Elend wieder nach oben und die düsteren, dunklen Aussichten, die wir mit der Entsendung nach Deutschland bekommen haben. (...) Dicke Tränen rollen über mein Gesicht. Oh Gott, warum muss ich das erleben. Rette mich doch aus diesem Elend."
Diese Sätze notierte der junge Holländer Jan de Mik in seinem Tagebuch. Er war einer von 50 tausend Zwangsarbeitern, die 1943 aus Holland in die deutschen Fabriken deportiert wurden. Akribisch schildert Jan de Mik den Alltag der Zwangsarbeiter in der Maschinenfabrik Esslingen. Doch er hält auch seine Erlebnisse aus Ruit fest, wo er ein Quartier außerhalb des Stacheldrahts finden konnte.
Das Stadtarchiv Ostfildern widmet sich in seiner jüngsten Publikation ausführlich dem Schicksal der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg in der Gemeinde südöstlich von Stuttgart. Das Buch dient als Beispiel dafür, wie Heimatgeschichte spannend und unterhaltsam erzählt werden kann, und dunkle Kapitel, wie die Zwangsarbeit und damit verbundene Einzelschicksale, aufgearbeitet werden können.
Letzte Änderung am: 07.12.2011, 09.46 Uhr