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Eine heilsame Bewegung
"Gasthäuser an den Straßen der Welt" - so sehen Autoren des Sammelbands "Kirchenasyl" die Aufgaben der Kirchen. Das Konzept von Kirchenasyl: Menschen in existenziell bedrohlichen Lebenssituationen einen Schutzraum zu bieten - oftmals nach einem gescheiterten Asylantrag. Kirchenasyl versteht sich als Noteinrichtung, um Zeit zu gewinnen und gescheiterte Verfahren noch einmal zu überprüfen. Mit Erfolg: In über 75% der Fälle hat Kirchenasyl bisher zur Neuaufnahme des Asylverfahrens geführt. Erfahrungsberichte und Reflexionen zur Praxis in den Kirchengemeinden haben die Herausgeberinnen im neuen Sammelband zusammengestellt.
Wie geht Kirchenasyl? Machen sich Gemeindemitarbeiter strafbar, wenn sie Menschen ohne Papiere beherbergen? Und welche Rolle spielt Kirchenasyl im Vergleich zu Flüchtlingsschutzorganisationen wie Pro Asyl?
Diese und viele andere Fragen beantworten die rund 20 Beiträge des Sammelbands "Kirchenasyl". Mit praxisnahen Erfahrungsberichten will das Buch Akteure in der Gemeindearbeit unterstützen und zu neuen Ideen anregen. Anschauliche Beschreibungen der Erfolge von Kirchenasyl und Beiträge zur rechtlichen Situation dieser Kirchenpraxis sind jedoch auch für Leser interessant, die sich selbst nicht in einer Kirchengemeinde engagieren.
Kirchenasyl als Begegnungsort verschiedener Kulturen - auch dieses Thema wird in einem Kapitel des Buches beleuchtet. Weil die Autorinnen und Autoren größtenteils selbst aktiv in Kirchen engagiert sind, zeichnen sie ein lebhaftes und konkretes Bild des Kirchenasyls in Deutschland.
Letzte Änderung am: 28.07.2011, 10.31 Uhr