Seite vorlesen:
Schlagwörter wie "Integration" und "Parallelgesellschaften" führen in eine diskursive Sackgasse. Der Band präsentiert neue Visionen und Ansätze für theoretische Konzepte jenseits des Multikulturalismus.
Die Thematik des Multikulturalismus ist in der Öffentlichkeit durch Thilo Sarrazins Veröffentlichung aktueller denn je. In dem herausgegebenen Band "Multikultur 2.0" von Susanne Stemmler scheint die Thematik aber schon längst weiter zu sein. Der Ansatz des Multikulturalismus gilt heute als überholt, denn dieser definiert die Menschen nach ihrer Herkunft und macht sie dadurch erst zu Außenseitern in einer Mehrheitsgesellschaft.
Dieser Band stellt unterschiedliche Herangehensweisen und Konzepte aus verschiedenen Fachdisziplinen dar und bezieht dabei die deutsche Situation mit ein. Dazu treten neue Konzepte, die sich aus dem multiethnischen Alltag der urbanen Räume in Asien, Mittel- und Südamerikas ergeben.
Mit Beiträgen von: Arjun Appadurai, Kwame A. Appiah, Klaus J. Bade, Nevim Çil, Dan Diner, Kein Nghi Ha, David Hollinger, Serhat Karakayali, Sema Kaygusuz, Navid Kermani, Claus Leggewie, Wilfried N’Sondé, Cem Özdemir, Günther Piening, Tariq Ramadan, Hilal Sezgin, Hito Steyerl, Rita Süssmuth, Mark Terkessidis, Stephen Vertovec, Michael Werz u.a.
Die Autorin: Susanne Stemmler ist Leiterin des Bereiches Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft am Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Letzte Änderung am: 12.05.2011, 14.22 Uhr